Wien (OTS) – Die Einsatzteams der Wiener Netze haben die
Reparaturarbeiten an der
beschädigten Fernwärmeleitung in Wien Simmering in der vergangenen
Nacht erfolgreich abgeschlossen. Bereits im Laufe des gestrigen Tages
konnte die Fernwärmeversorgung von 80 Prozent der Kund*innen
sukzessive über Umleitungen im Netz hochgefahren werden. Mit der
erfolgreichen Schadensbehebung heute 5 Uhr Früh geht die Versorgung
nach und nach wieder in den Vollbetrieb für alle Haushalte im
betroffenen Gebiet über. Bei Fernwärme werden große Mengen an Wasser
in einem weitläufigen System erhitzt. Es kann also dauern, bis in
jedem einzelnen Haushalt die volle Heizleistung wieder zur Verfügung
steht.
Der intensive Arbeitseinsatz aller verfügbarer Teams der Wiener
Netze und von Wien Energie hat die rasche Wiederherstellung der
Fernwärmeversorgung im betroffenen Gebiet in Wien Simmering
ermöglicht. Die eigens eingerichtete Task Force wird sich aber
weiterhin mit der exakten Ermittlung der Schadensursachen
beschäftigen.
Zwtl.: Gebrechen an Fernwärmeleitung in Simmering
Im 11. Wiener Gemeindebezirk ist es in der Nacht auf Mittwoch im
Bereich der Kaiser-Ebersdorfer Straße zu einem technischen Gebrechen
an einer Fernwärmeleitung der Wiener Netze gekommen. Ein Team aus
Netzexpert*innen arbeitete seit Auftreten der Störung mit aller Kraft
und rund um die Uhr an der Behebung des Gebrechens, das sich an einer
unterirdischen Fernwärmeleitung befand. Ziel war die möglichst rasche
Wiederherstellung der Fernwärmeversorgung und die Stabilisierung des
Netzes.
Zwtl.: Fakten zum Wiener Fernwärmenetz
Das Wiener Fernwärmenetz ist mit 1.300 Kilometer Netzlänge eines
der bestausgebauten Netze Europas. Durch seine starken
Verbindungsleitungen in der ganzen Stadt kann die Versorgung selbst
bei Störfällen im Regelfall rasch wieder hergestellt werden, in dem
sozusagen „Umleitungen“ im Netz genutzt werden können. Das
Fernwärmenetz besteht aus Primär- und Sekundärleitungen. Die
Primärleitungen sind für den Transport von rund 145 Grad Celsius
heißem Wasser verantwortlich und verteilen das Wasser von den
Erzeugungsanlagen wie überregionale Schnellstraßen in der Stadt. Von
diesem Netz wird die Wärme über sogenannte „Gebietsumformer“, also
vergleichbar mit „Autobahnabfahrten“, in die lokalen Leitungen,
sogenannte Sekundärleitungen, in die Wiener Grätzln transportiert.
Die Wärme wird in unterschiedlichen Erzeugungsanlagen produziert –
von den Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen bis zu Abwärmenutzung
in der Industrie. Alle Wärme kommt zusammen in das große Verbundnetz
und wird darüber an die Kund*innen verteilt.