Schönheit

Sima/Arapovic/Taucher: Baustart für Neugestaltung der Rad- und Fußwege am Ring

Wien (OTS) – Endlich ist es soweit: Das Umgestaltungs- und
Radwege-Highlight
dieser Legislaturperiode geht in die erste Runde: Zwischen
Schottentor und Franz-Josefs-Kai starten die Bauarbeiten für die
etappenweise Umgestaltung des Rad- und Fußverkehrs auf Wiens
Prachtboulevard. Sowohl der Fuß- als auch der Radverkehr auf der
Innenseite des Rings bekommen hier deutlich mehr Platz. Die
bestehende Nebenfahrbahn des 700 m langen Abschnitts wird zu einem
4,50 Meter breiten komfortablen Zwei-Richtungs-Radweg. Der aktuell
gemischte Geh- und Radweg der Allee gehört künftig ganz den
Zufußgehenden, derzeitige Konfliktsituationen sind damit künftig
passé. Zusätzliche Bäume und Grünflächen sorgen für neue einladende
Aufenthaltsorte entlang des Rings.

Planungsstadträtin Ulli Sima gab heute gemeinsam mit Selma
Arapovic, NEOS Wien Klubvorsitzende und SPÖ-Klubvorsitzendem Josef
Taucher den offiziellen Startschuss für eines der Leuchtturmprojekte
der rot-pinken Koalition.

„Das Hauptaugenmerk der Neugestaltung am Ring liegt auf der
Entflechtung des Rad- und Fußverkehrs. Wo es jetzt oft eng und
unübersichtlich ist, wollen wir für klare Verhältnisse und eine
eindeutige Routenführung sorgen. Im Rahmen unserer großen Radweg-
Offensive haben wir bereits mehr als 100 km neue Radinfrastruktur
errichtet, unter dem Motto ´Raus aus dem Asphalt` über 340
Entsiegelungsprojekte in ganz Wien umgesetzt. Mit diesem Mega-Projekt
der nächsten Jahre am Ring setzen wir in Wien noch einmal neue
Maßstäbe in Sachen großzügiger, komfortabler und begrünter
Infrastruktur für alle, die umweltfreundlich mit dem Rad oder zu Fuß
in der Stadt unterwegs sind“, betont Mobilitätstadträtin Ulli Sima
anlässlich des Baustarts. „Radeln und Flanieren hat künftig deutlich
mehr Platz am Ring. Wir entsiegeln allein im 1. Abschnitt fast 5.000
qm und schaffen 4,50 breite Zwei-Richtungsradwege. Ich freue mich
sehr, dass es nach der intensiven Planungsphase jetzt losgeht und
bedanke mich bei allen, die es möglich gemacht haben, dass wir dieses
komplexe Großprojekt umsetzen können: Bei unserem Koalitionspartner,
beim Herrn Bezirksvorsteher des 1. Bezirks und seinem Team und den
beteiligten Fachabteilungen, die alle viel Engagement an den Tag
gelegt haben“, so Sima weiter.

Wie immer nutzt die Stadt auch bei diesem Projekt Synergien. So
gehen den Umgestaltungsmaßnahmen die Arbeiten der Wiener Wasserwerke
voraus. Sie verlegen vor dem Palais Hansen und vom Schottenring weg
entlang der Hohenstaufengasse, Wipplingerstraße und Börsegasse neue
Wasserrohre. Nun starten auch die Arbeiten der MA 28, die bis zum
Sommer 2027 dauern werden, danach geht es nahtlos weiter mit dem
nächsten Bauabschnitt. Die Hauptfahrbahn für den Kfz-Verkehr sowie
den öffentlichen Verkehr bleiben unverändert.

„Mit dem heutigen Baustart wird unsere Idee für den Ring erstmals
konkret sichtbar: Am Schottenring schaffen wir dort, wo Rad- und
Fußverkehr heute noch auf engem Raum zusammentreffen, zwei klar
getrennte Bereiche. Der neue Zwei-Richtungsradweg nutzt das Potenzial
der Nebenfahrbahn, während die historische Baumallee wieder ganz den
Fußgänger:innen gehört. Gleichzeitig entsiegeln und begrünen wir
diesen Abschnitt und schaffen neue Orte zum Sitzen und Verweilen.
Genau diese Verbindung aus guter Mobilität, historischer Identität
und mehr Lebensqualität wollen wir jetzt Schritt für Schritt entlang
des gesamten Rings umsetzen“, so NEOS Wien Klubvorsitzende Selma
Arapovic.

„Radfahren und Zu-Fuß-Gehen sind zentrale Hebel für die
Mobilitätswende – und damit für saubere Luft, Gesundheit und
Lebensqualität. Wir in Wien setzen auf nachhaltige Fortbewegung und
unterstützen die Wiener*innen in ihrer Mobilität. In den letzten
Jahren hat der Radverkehr in Wien stetig zugenommen. Mit der Wiener
Radwegeoffensive haben wir den Ausbau der Radinfrastruktur massiv
vorangetrieben und damit das Hauptradnetz sicherer und durchgängiger
gemacht. Bis 2026 haben wir in Wien rund 100 Kilometer neue Radwege
realisiert – das sind gebaute Einladungen zum Radfahren für die
Wiener*innen. Die Umgestaltung des Rings ist ein weiterer großer
Meilenstein, den die rot-pinke Aufschwungskoalition setzt. Damit
entflechten wir den Rad- und Fußverkehr am Ring und schaffen einen
sicheren, begrünten und klimafitten Boulevard für Fußgänger*innen,
Radfahrer*innen und Öffi-Nutzer*innen“, betont SPÖ-Klubvorsitzender
Josef Taucher.

Mehr Platz zum Flanieren und Verweilen am Schottenring

Insgesamt werden im jetzt anstehenden 700 m langen Abschnitt
4.000 m² entsiegelt und mit versickerungsfähiger Pflasterung
versehen, 900 qm neue Grünflächen werden geschaffen. Die historisch
gewachsene Baumallee entlang der Ringstraße bleibt selbstverständlich
erhalten und wird im ersten Abschnitt sogar um 12 zusätzliche Bäume
erweitert. Entlang der Gehsteige schaffen die Grünbeete gemeinsam mit
rund 60 Sitzgelegenheiten neue Plätze, die in einer entspannten
Umgebung zum Verweilen einladen. Besonders in den Kreuzungsbereichen
der Wipplingerstraße und Börsegasse entstehen zusätzliche
Aufenthaltsflächen, die Platz für eine Pause bieten.

Neue Rad-Allee mit historischem Glanz

Radler*innen kommen künftig auf einem 4,50 breiten Zwei-
Richtungsradweg zwischen Schottentor und Franz-Josef-Kai zügig voran.
Dazu wird das Potenzial der Nebenfahrbahnen genutzt. Neben der extra
breiten Dimensionierung der Rad-Allee ist ihre Farbgebung ein
besonderes Highlight: Diese wird erstmals in Wien in Sandfarbe
ausgeführt. Für die Neugestaltung der Geh-Alleen und Nebenfahrbahnen
hat sich die Stadt Wien auch Rat und Wissen von führenden Ringstraßen
-Historiker*innen von der TU Wien eingeholt. Die Sandfarbe ist eine
Anspielung auf die ursprünglich geschotterten Reit-Alleen und
harmoniert besonders mit den prächtigen Bauten entlang der Ringstraße
wie etwa der Wiener Börse. Zusätzlich hilft der Farbkontrast zum
Gehweg bei der Orientierung und schafft Sicherheit. Um eine möglichst
lange Haltbarkeit garantieren zu können, wird die Farbe nicht
aufgemalt, sondern bereits in den Asphalt eingearbeitet.

Sicher und barrierefrei den ganzen Ring entlang

Die Neugestaltung am Ring folgt einem gesamthaften Ansatz, der
zusammen mit dem renommierten, international tätigen Planungsbüro
Gehl Architects aus Kopenhagen entwickelt wurde, das u.a. an der
Neugestaltung des New Yorker Time Square mitgearbeitet hat. Fußgänger
*innen und Radfahrer*innen erhalten jeweils ihren eigenen, deutlich
voneinander abgegrenzten Bereich mit einer klar erkennbareren
Routenführung. Der bislang asphaltierte Gehsteig vor den Gebäuden der
Ringstraße wird durch eine barrierefreie Granitstein-Pflasterung
entsiegelt und attraktiver gestaltet. Für mehr Sicherheit und Komfort
sorgen künftig gepflasterte „Zwischenlinsen“. Diese kleinen Inseln
ermöglichen Fußgänger*innen bei Bedarf einen sicheren Zwischenstopp
beim Queren der Rad-Allee und bremsen gleichzeitig den Radverkehr an
diesen Stellen etwas ab. Durch zusätzliche Gehsteigvorziehungen
werden die Kreuzungsbereiche für alle Verkehrsteilnehmer*innen noch
sicherer gemacht.

Die weiteren Bauphasen und Nutzung von Synergien

Wie immer bei großen Umgestaltungsprojekten werden auch hier
Synergien genutzt. Der Umgestaltung am Schottenring gehen Arbeiten
der Wiener Wasserwerke voraus. Nun starten auch die
Umgestaltungsarbeiten der Rad- und Fußwege am Schottentor und von
dort sukzessive weiter Richtung U-Bahnstation Schottenring am Franz-
Josef-Kai. Direkt im Anschluss startet die zweite Bauphase. Diese
umfasst den Universitätsring sowie den Stubenring, Parkring und
Schubertring. In einer dritten Phase wird der Opernring, Burgring,
und der Dr.-Karl-Renner-Ring Zentrum der Umgestaltung sein, bevor der
Kärntner Ring den Abschluss des umfangreichen Projektes macht.

Je nach Nutzungsstärke auf den einzelnen Abschnitten des Rings
wird entweder die Innen- oder die Außenseite umgestaltet. Bis auf den
Stubenring, Parkring und Schubertring soll bei allen anderen
Abschnitten die Innenseite umgestaltet werden. Die Hauptfahrbahn für
den Kfz-Verkehr sowie den öffentlichen Verkehr bleiben unverändert
bestehen. Von der Umgestaltung profitieren am Ende aber alle, da
Kreuzungen besser einsehbar und Querungen sicherer werden.

Wien baut das Radwegenetz 2026 konsequent weiter aus

Im sechsten Jahr in Folge setzt die Stadt Wien ihre Radweg-
Offensive fort: Mit 33 neuen Projekten und rund 12,5 Kilometern neuer
Radverkehrsinfrastruktur wird das Hauptradwegenetz auch 2026
konsequent ausgebaut. Der besondere Fokus liegt heuer auf der
Weiterführung großer Radachsen und auf Lückenschlüssen.

Alle Infos zu den Radwegeprojekten inklusive interaktiver Karte
zu allen Projekten auf fahrradwien.at

Raus aus dem Asphalt-Rekordbilanz

Mit der Neugestaltung am Ring erfolgt auch Entsiegelung und
Begrünung nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“. Im Zuge der
Offensive wurde in den letzten Jahren über 340 Projekte in allen 23
Bezirken gefördert. Mehr als 3.300 Bäume wurden allein im Straßenraum
gepflanzt, über 2.700 Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000
Quadratmeter Wasserspiel geschaffen. Mit der historischen
Begrünungsoffensive Wiens erfahren die Grätzl eine massive
Verbesserung des Mikroklimas und damit eine Aufwertung der
Lebensqualität – in Kürze auch am Ring.

Alle Projekte gibt es auf der interaktiven Wien-Karte zum
Entdecken: https://wienwirdwow.at/

rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/