Sharjah erzielt Durchbruch beim Weizenanbau in der Wüste

Sharjah, VAE (OTS) – Das Emirat Sharjah setzt bei der Entwicklung
klimaresistenter
Nutzpflanzen neue Standards. Im Rahmen des Weizenforschungsprogramms
erreichten Pflanzen der zweiten Generation einen Proteingehalt von
19,3 Prozent und übertrafen damit deutlich internationale
Vergleichswerte. Zugleich lag der Ertrag mit durchschnittlich acht
Ähren pro Pflanze über dem international anerkannten Referenzwert von
sieben.

Zum Vergleich: Herkömmlicher Weichweizen enthält üblicherweise
zwischen zehn und 13 Prozent Protein, Hartweizen zwischen zwölf und
15 Prozent. Mit 19,3 Prozent zählt die in Sharjah entwickelte Sorte
zur Premiumklasse für hochwertige Lebensmittelprodukte.

Die Ergebnisse kommen zu einer Zeit, in der viele Staaten
angesichts des Klimawandels und geopolitischer Risiken ihre
Strategien zur Ernährungssicherung neu ausrichten. Der
Ernährungssicherheitsexperte Fadel ElZubi bezeichnete das Projekt als
außergewöhnliches Beispiel für die arabische Welt. Entscheidend für
die Ernährungssicherheit seien heute nicht allein fruchtbare Böden
oder Wasserressourcen, sondern vor allem Technologie, Forschung und
effizientes Ressourcenmanagement.

Sharjah setzt dabei auf ein integriertes Agrarsystem aus
Präzisionslandwirtschaft, künstlicher Intelligenz, Bodensensoren und
Satellitendaten. Dadurch sollen die Bewässerung optimiert und
Wasserverluste in einer der trockensten Regionen der Welt reduziert
werden.

Nach Einschätzung ElZubis können moderne Präzisionslandwirtschaft
und digitale Steuerungssysteme die Produktivität um 20 bis 40 Prozent
steigern und den Wasserverbrauch um bis zu 30 Prozent senken. Das
Emirat verfolgt damit das Ziel, die Abhängigkeit von
Lebensmittelimporten zu verringern und die lokale Produktion
strategischer Agrargüter auszubauen.

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