Wien (OTS) – Was als Beitrag zu Lust und Wohlbefinden gedacht ist,
kann für
Konsument:innen auch Risiken bergen. Der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) zeigt gemeinsam mit der deutschen
Schwesterorganisation Stiftung Warentest auf, dass bei zahlreichen
Sextoys Handlungsbedarf in Sachen Gesundheit und Datenschutz besteht.
Geprüft wurden 18 in Österreich erhältliche Erotikartikel, darunter
11 Dildos und Vibratoren, 4 Masturbatoren sowie 3 Analplugs – in
einem Preisbereich von 20 bis 209 Euro. Das Augenmerk wurde dabei auf
Schadstoffe, Verarbeitung sowie den Umgang mit personenbezogenen
Daten bei App-gesteuerten Produkten gelegt. Das Ergebnis: 5 Lovetoys
sollten nicht bedenkenlos genutzt werden: Sie senden entweder Daten
an die Hersteller oder beinhalten gesundheitlich problematische
Substanzen. Alle Details zum Test gibt es online auf
www.vki.at/sextoys-2026 .
Besonders kritisch bewertet wurden die app-gesteuerte Sextoys im
Test: Der Vibrator „Lovense Lush 4“, der Masturbator „Lelo“ sowie
jener von „Svakom“ senden sensible Daten wie Nutzungsstatistiken und
User- und Geräte-IDs an die Hersteller. Die App von „Lush 4“
übermittelt gar Daten an ChatGPT. Alle drei Produkte schnitten
folglich mit der Note „nicht zufriedenstellend“ ab. Diese Sextoys
sollten möglichst ohne die dazugehörige App verwendet werden.
Auch aus gesundheitlicher Sicht gibt es Anlass zur Kritik: Zwei
Produkte, der Dildo von „Pipedream“ und der Masturbator von
„Fleshlight“ enthielten Nonylphenol. Obwohl der Grenzwert laut EU-
Chemikalienverordnung noch nicht überschritten wurde, kann eine
regelmäßige Benutzung den Hormonhaushalt beeinträchtigen und in
weiterer Folge auch fortpflanzungsschädigend sein.
SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es auf
www.vki.at/sextoys-2026 .