Seniorenrat: „Nach 8,4 Milliarden ist Schluss – Hände weg von den Pensionen!“

Wien (OTS) – Der Österreichische Seniorenrat warnt die
Bundesregierung
eindringlich davor, erneut ein Doppelbudget – jetzt für 2027/28 – auf
Kosten der Pensionistinnen und Pensionisten zu sanieren. „Nach 8,4
Milliarden Euro Beitrag zur Budgetsanierung ist Schluss“, stellen die
beiden Präsidentinnen des Seniorenrats, Ingrid Korosec (Seniorenbund)
und Birgit Gerstorfer (Pensionistenverband), unmissverständlich klar.

„Bequem, aber unfair“

Laut Budgetdienst leisten die Pensionist*innen mit Teilpension,
Reform der Korridorpension, höheren Krankenversicherungsbeiträgen und
gedeckelten Pensionsanpassungen bereits rund 8,4 Milliarden Euro in
dieser Legislaturperiode für das Budget. „Das ist ein Mammut-Beitrag,
den keine andere Gruppe in diesem Ausmaß getragen hat. Wer jetzt noch
einmal bei den Pensionen kürzen will, wählt den bequemsten, aber
unfairsten Weg. Die Pensionistinnen und Pensionisten sind nicht der
Bankomat der Nation“, sagt Ingrid Korosec.

Birgit Gerstorfer erinnert daran, dass die Pensionsanpassung 2026
im Schnitt unter der Inflation liegt und viele Ältere gleichzeitig
mit höheren Abgaben und massiver Teuerung konfrontiert sind: „Die
ältere Generation hat dieses Budgetloch nicht verursacht – aber sie
soll es offenbar schon wieder stopfen. Das werden wir nicht
zulassen.“

Volle Anpassung statt Kürzungen für Gegenfinanzierungen

Der Seniorenrat erteilt allen Plänen eine klare Absage,
Pensionskürzungen zur Finanzierung von Lohnnebenkostensenkungen oder
anderer Entlastungspakete heranzuziehen. „Die Entlastung der
arbeitenden Menschen ist richtig – aber sicher nicht, indem man Jung
gegen Alt ausspielt und die Pensionist*innen zur Gegenfinanzierung
herhalten sollen“, warnt Korosec. „Die volle Inflationsabgeltung ist
kein Geschenk, sondern Vertrauensschutz nach jahrzehntelanger
Arbeit“, betont Gerstorfer. „Wer nach 8,4 Milliarden zusätzlichem
Beitrag noch einmal bei den Pensionen ansetzt, zerstört das Vertrauen
in unser Pensionssystem. Die Regierung muss klar sagen: Bei den
Pensionen wird im Doppelbudget nicht neuerlich gespart.“