Wien (OTS) – „Die Einigung von Frankreich und Deutschland, das
Verbrenner-Aus
weiter aufzuweichen, ist die nächste Episode in einem jahrelangen
Zick-Zack-Kurs. Man sieht heute, was uns dieses Herumschlingern
gekostet hat: Europäische Automobilhersteller sind beim
Wachstumsmarkt E-Mobilität ins Hintertreffen geraten. Zu lange wurde
von der Politik herumlaviert und aufgeweicht. Den Herstellern und
Konsument:innen wurde keine klare Linie vorgegeben. Das Resultat
sieht man jetzt: Automobilhersteller und ihre Zulieferer sind in der
Krise und die Menschen wurden mit voller Wucht von den hohen
Treibstoffpreisen getroffen“, sagt Jakob Schwarz, Sprecher der Grünen
für Industrie und Transformation.
„Die österreichische Bundesregierung betreibt dasselbe Spiel auf
nationaler Ebene. Formal wird sich zum Klimaziel 2040 bekannt und
Elektromobilität begrüßt. In der Praxis werden Förderungen für E-
Mobilität gestrichen, E-Autos und der öffentliche Verkehr verteuert,
während neue Subventionen für Verbrenner eingeführt werden und die
Steuerzahler:innen die Spritpreise subventionieren müssen. Das ist
nicht gerecht und auch wirtschaftlich nicht sinnvoll“, so Schwarz
weiter.
„Wenn wir die Automobilindustrie in Europa halten wollen, braucht
es ein Ende des Zick-Zack-Kurses beim Verbrenner-Aus. Klare
Bekenntnisse zur E-Mobilität und ebenso klare Vorgaben, dass E-Autos
in Europa produziert werden müssen. Mit dem ‘Made-in-Europe’ gibt es
dafür einen wirksamen Vorschlag, der nun konsequent umgesetzt werden
muss“, fordert Schwarz.