Schülerunion fordert „Werte statt rumsitzen!“

Wien (OTS) – Schüler:innen, die nicht den konfessionellen
Religionsunterricht
besuchen, sollen schon ab der Volksschule zu einer Wertebildung im
Rahmen eines Unterrichtsfaches Ethik verpflichtet werden, fordert
Bundesgeschäftsführerin Bernadette Krall. Die Religionslehrerin
betont dabei ausdrücklich die Bedeutung des Religionsunterrichts,
sieht jedoch zusätzlichen Handlungsbedarf für jene Kinder, die
derzeit kein entsprechendes Bildungsangebot erhalten.

„Religionsunterricht leistet einen wichtigen Beitrag zur
Vermittlung von Grundwerten, zu einem respektvollen Miteinander sowie
zum Verständnis und zur Toleranz gegenüber unterschiedlichen
Religionen und Weltanschauungen. Gerade in einer Welt, die sowohl
national als auch international stark von religiösen Fragen geprägt
ist, sind diese Inhalte unverzichtbar“, so Krall.

Religion präge das gesellschaftliche Leben auf vielfältige Weise
– vom gesetzlich verankerten Ruhetag am Sonntag bis hin zu
internationalen Konflikten, die häufig auch religiöse Dimensionen
aufweisen. Umso wichtiger sei es, jungen Menschen die Möglichkeit zu
geben, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

„Gerade weil Wertebildung so wichtig ist, müssen auch jene
Schüler:innen sich damit auseinandersetzen, die nicht am regulären
Religionsunterricht teilnehmen, um über ethische Fragen,
Verantwortung, Zusammenleben und den Umgang mit persönlichen
Schicksalsschlägen sprechen zu können“, betont Bundesobmann
Maximilian Pech.

Derzeit werden Kinder ohne Religionsunterricht häufig
beaufsichtigt oder hätten Freistunden, während andere Schüler:innen
am Unterricht teilnehmen. Bernadette Krall spricht sich daher für die
Einführung eines flächendeckenden Ethikunterrichts in der Volksschule
aus, für all jene, die sonst Freistunde hätten. Gleichzeitig fordert
sie entsprechende Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für
Lehrkräfte. „Wir brauchen einen Schwerpunkt Ethik in der Ausbildung
von Volksschullehrern sowie Weiterbildungsangebote für bereits tätige
Religionslehrer, die sich für diesen Bereich weiterbilden möchten“,
so die
Bundesgeschäftsführerin.

Abschließend betont Krall die gesellschaftliche Bedeutung des
Anliegens: „Wertevermittlung, die zu einem respektvollen, toleranten
und freundschaftlichen Miteinander beiträgt, darf kein Nice-to-have
sein. Sie muss allen Kindern offenstehen.“