Schilling/Grüne zu Renaturierungs-Deadline: „Ihr habt diesen Sommer nicht dazugelernt“

Brüssel (OTS) – Heute endet die Frist für die nationalen
Renaturierungspläne. Doch
mehrere EU-Mitgliedstaaten lassen die Frist verstreichen.

EU-Abgeordnete Lena Schilling kritisiert die Mitgliedstaaten:
„Ihr habt diesen Sommer nicht dazugelernt. Die Folgen einer kaputten
und geschwächten Natur haben wir diesen Sommer überall gespürt.
Waldbrände, Überschwemmungen, Dürre und extreme Hitze zeigen
unmissverständlich, wie unbarmherzig die Klimakrise auf unsere
kaputte Natur trifft. Und trotzdem wird bei der Renaturierung weiter
gehadert. Die Natur wartet nicht auf bürokratische Verzögerungen. “

Auch Österreichs Plan mangelt es an dem, was es für echte
Renaturierung braucht: konkrete Maßnahmen, klare Zuständigkeiten,
einen verbindlichen Zeitplan und überprüfbare Ziele.

„Ausgerechnet Österreich zeigt jetzt, wie man eine gute
europäische Regelung mit einem unverbindlichen Plan entwertet. Große
Worte und schöne Ziele schützen niemanden. Das Land, das dank Leonore
Gewessler maßgeblich dazu beigetragen hat, die
Renaturierungsverordnung zu retten, blamiert sich jetzt mit Totschnig
und einem zahnlosen Papiertiger. Wenn Totschnig Renaturierung ernst
nehmen würde, müsste sein Plan konkrete Maßnahmen, klare
Zuständigkeiten und verbindliche Ziele enthalten. Stattdessen wird
Verantwortung weitergeschoben. Das ist angesichts dessen, was wir
diesen Sommer erlebt haben, einfach nur fahrlässig“, kritisiert
Schilling weiter.