Brüssel (OTS) – Der heute veröffentlichte Bericht des
EU-Erdbeobachtungsprogramms
Copernicus zeigt eine anhaltende Zuspitzung der globalen Erwärmung.
2025 war das drittwärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Europa und
die Welt erleben das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der
Aufzeichnungen. Besonders betroffen waren die Polarregionen.
Gleichzeitig nehmen Hitzebelastung, Waldbrände und gesundheitliche
Folgen auch in Europa deutlich zu.
Die aktuellen Daten verdeutlichen die Dynamik der globalen
Erwärmung und den dringenden Handlungsbedarf auf europäischer wie
internationaler Ebene.
Lena Schilling, EU-Abgeordnete der Grünen/EFA, kommentiert:
„Die Wissenschaft schlägt seit Jahren Alarm und trotzdem läuft die
Politik mit Anlauf in die entgegengesetzte Richtung. Während die
Klimakrise eskaliert, erleben wir, wie Donald Trump von Feldzügen
träumt, um nach Öl und Ressourcen zu graben, von Venezuela bis
darüber hinaus, statt endlich den Ausstieg aus fossilen Energien
voranzutreiben. Gleichzeitig steigen die Profite fossiler Giganten
wie Exxon oder der OMV weiter, während die Konervativen in Europa
systematisch Klimaschutz abbauen und den Green Deal infrage stellen.
Trotz Strafzahlungen in Milliardenhöhe pumpen wir auch in Österreich
lieber Steuergeld in fossile Großprojekte wie die Lobauautobahn,
statt dieses Geld in Klimaschutz und die Menschen zu investieren. Das
ist eine bewusste politische Entscheidung gegen Wissenschaft, gegen
Verantwortung und gegen kommende Generationen.“
„Schon heute leidet die Hälfte der Weltbevölkerung unter extremer
Hitze. Auch in Europa führen Waldbrände zu massiver
Luftverschmutzung. Die finanziellen und menschlichen Kosten der
Klimakrise treffen immer jene, die am wenigsten zu ihr beigetragen
haben. Kinder, ältere Menschen und besonders vulnerable Gruppen
spüren die brennende Realität des Klimawandels am stärksten. Die
Copernicus-Daten sind ein Weckruf, den wir nicht länger ignorieren
dürfen“, so Schilling abschließend.