Schilling/Grüne zu Aufweichung der Abwasserrichtlinie: „Konservative packeln mit Rechtsaußen gegen sauberes Wasser“

Straßburg (OTS) – Das Europäische Parlament hat heute für eine
Aussetzung zentraler
Bestimmungen der EU-Abwasserrichtlinie gestimmt. Eigentlich hätte
gelten sollen: für sauberes Wasser braucht es klare Regeln und wer
Wasser verschmutzende Produkte verkauft, sollte für die Reinigung
aufkommen. Die Mehrheit aus Konservativen und Rechtsaußen-Parteien
unterstützt damit Forderungen der Pharmaindustrie, diese Bestimmungen
aufzuweichen.

Lena Schilling, Mitglied des Europäischen Parlaments, kritisiert:
„Sauberes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit. Was in unsere
Flüsse, Seen und ins Grundwasser gelangt, landet früher oder später
auch auf unseren Tellern und in unseren Trinkgläsern. Genau deshalb
ist diese Richtlinie so wichtig: Sie sorgt dafür, dass gefährliche
Schadstoffe aus dem Wasser entfernt werden und jene dafür zahlen, die
sie verursachen. Statt die Gesundheit der Menschen und unsere Umwelt
zu schützen, sind Konservative und Rechte heute vor dem Druck der
Pharmalobby eingeknickt. Die Folge: Die Kosten drohen bei Bürgerinnen
und Bürgern sowie den Gemeinden zu landen, die dann Millionen
aufwenden müssen, um Hormon- und Medikamentenrückstände aus dem
Trinkwasser zu entfernen. Das ist das Gegenteil von fairer Politik
und ein gefährlicher Rückschritt für den Gewässerschutz in Europa“.