Schallmeiner/Grüne: Kostenfreie HPV-Impfung bis 30 weiter ermöglichen – Gesundheitsschutz darf keine Altersgrenze kennen

Wien (OTS) – Angesichts des bevorstehenden Endes für die kostenfreie
HPV-Impfung
für die Altersgruppe der 21- bis 30jährigen appelliert Ralph
Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen, erneut an die
Bundesregierung, das bestehende Gratis-Impfangebot auch über den
30.06.2026 hinaus aufrechtzuerhalten. Derzeit gilt: Wer bis
Jahresende 2025 die erste Teilimpfung erhält, kann die zweite Dosis
im kommenden Jahr noch kostenlos beziehen. Danach läuft die
Möglichkeit für die Altersgruppe der 21- bis 30-Jährigen aus. Ein
Rückschritt im öffentlichen Gesundheitsschutz, wie Schallmeiner
warnt.

„Gerade bei den 21- bis 30-Jährigen haben wir noch deutlich Luft
nach oben, was die Durchimpfungsrate angeht. Diese Altersgruppe wurde
lange nicht ausreichend erreicht – jetzt, wo das Angebot endlich zu
wirken beginnt, ist nicht der Moment, es wieder zu beenden“, betont
Schallmeiner. „Statt die Maßnahme auslaufen zu lassen, sollten wir
sie absichern und über den 30.06.2026 hinaus verlängern.“

Neben der Verlängerung des Programms fordert Schallmeiner
verstärkte Information und Bewusstseinsbildung. „Viele junge
Erwachsene wissen gar nicht, dass die HPV-Impfung aktuell noch gratis
angeboten wird oder dass sie auch nach Beginn der sexuellen Aktivität
einen wichtigen Schutz bietet. Hier braucht es zielgerichtete
Kommunikation in Medien, Bildungseinrichtungen und vor allem über
Social Media.“

Besonders wichtig ist Schallmeiner die Einbindung junger Männer
in die Präventionsstrategie: „Noch immer gibt es den Irrtum, die HPV-
Impfung sei eine reine ,Frauenimpfung‘. Dabei schützt sie nicht nur
vor Gebärmutterhalskrebs, sondern auch vor Genitalwarzen und Tumoren
im Mund-, Rachen- und Analbereich – Erkrankungen, die auch Männer
betreffen.“

Schallmeiner verweist zudem auf den volkswirtschaftlichen Nutzen
der HPV-Impfung. „Jede verhinderte Krebserkrankung bedeutet weniger
Leid für Betroffene und zugleich enorme Entlastung für das
Gesundheitssystem. Kostenlose Prävention ist immer günstiger als
teure Therapie“, sagt Schallmeiner und hält abschließend mit Blick
auf die bevorstehenden Budgetverhandlungen und die Verantwortung der
Bundesregierung fest: „Die HPV-Impfung ist eine Erfolgsgeschichte der
modernen Medizin. Es wäre kurzsichtig, jungen Erwachsenen dieses
Angebot wieder zu nehmen. Gesundheitsschutz darf keine Altersgrenze
kennen.“