Rundtischdiskussion: Experten beraten in Wien über Verbesserung der Global Governance

Wien (OTS) – Am Donnerstag hat in Wien eine Rundtischdiskussion über
die Global
Governance stattgefunden. Die anwesenden Prominenten diskutierten
dabei, was eine gute Global Governance auszeichnen sollte und wie
sich die derzeitige Global Governance verbessern ließe. An der
Diskussion nahmen Frau Qi Mei, chinesische Botschafterin in
Österreich, Frau Dr. Margareta Grießler-Hermann, Wiener
Obersenatsrätin, Uni.-Prof. Hannes Fellner, Sprachwissenschaftler und
China-Experte der Universität Wien, sowie Prof. Oliver Radtke,
Buchautor und Gastprofessor an der TU Shenzhen, teil.

https://german.cgtn.com/2025/09/28/ARTI1759043143534852

Frau Botschafterin Qi Mei wies darauf hin, dass die derzeitige
Global Governance allgemein von einem Defizit geprägt sei. Deshalb
habe China eine Global-Governance-Initiative ins Leben gerufen, die
die gemeinsame Stimme und Sorge der internationalen Gemeinschaft
repräsentiere.

Die Wiener Obersenatsrätin Dr. Margareta Grießler-Hermann nahm
den World City Summit als gutes Beispiel für Global Governance. Über
100 Städte aus allen Kontinenten seien mit ihren Bürgermeistern oder
Spitzenpolitikern vertreten, die gemeinsam über Themen wie die
Schaffung einer lebenswerten Umwelt für ihre Bürgerinnen und Bürger
diskutierten. Dies sei der fünfte Punkt der Global-Governance-
Initiative, nämlich Handeln. So würde man einen gehörigen Beitrag zu
den diskutierten Themen leisten.

Prof. Hannes Fellner begrüßte dabei die Global-Governance-
Initiative Chinas. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hätten die
westlichen Staaten wiederholt gegen ihre eigenen Regeln, die
internationalen sowie die Charta der Vereinten Nationen verstoßen und
unterschiedliche Maßstäbe an unterschiedliche Länder angelegt.
Insbesondere im globalen Süden werde wahrgenommen, dass der Westen
bezüglich Russland und Israel mit gespaltener Zunge spreche. Das sei
nicht gut für die Glaubwürdigkeit Europas.

Laut Prof. Oliver Radtke gehe es bei der Global-Governance-
Initiative vor allem darum, die Länder des Globalen Südens in das
Regelwerk der Global Governance einzubinden. Dadurch könnten neue
Kooperationen entstehen und Handelskonflikte könnten vermieden
werden. Zudem würde wieder mehr über Good Governance und Global
Common Goods nachgedacht werden.

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