Wien (OTS) – „Diese Einigung ist ein starkes Zeichen des
Zusammenhalts und ein
bedeutender Schritt für eine würdige Form des Erinnerns“, so Totter.
Die Gedenkstätte wird im Weghuberpark vor dem Justizministerium im
siebenten Wiener Gemeindebezirk errichtet. Vorausgegangen ist ein
umfassender Abstimmungsprozess unter Einbindung des
Volksgruppenbeirats der Roma sowie zahlreicher Vertreter von Vereinen
der Volksgruppe. Dass die Entscheidung einstimmig getroffen wurde,
unterstreicht die breite Zustimmung und die gemeinsame Verantwortung
für dieses wichtige Projekt.
Für Totter geht die Bedeutung der Gedenkstätte weit über ihre
bauliche Umsetzung hinaus: Sie sei Ausdruck der historischen
Verantwortung Österreichs und ein klares Bekenntnis dazu, einer lange
Zeit zu wenig sichtbaren Opfergruppe des Nationalsozialismus den ihr
gebührenden Platz in der Erinnerungskultur einzuräumen. „Erinnerung
muss sichtbar sein – gerade im öffentlichen Raum. Sie soll die
Verfolgung und Ermordung der Roma und Sinti klar benennen und
gleichzeitig ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Vorurteile und
Antiziganismus auch heute noch existieren und entschieden bekämpft
werden müssen“, betont Totter.
Die Abgeordnete hebt hervor, dass die Gedenkstätte als Ort des
Innehaltens und des Lernens für die gesamte Gesellschaft gedacht ist.
Angesichts der Tatsache, dass rund 90 Prozent der etwa 11.000
Angehörigen der Volksgruppe in Österreich dem nationalsozialistischen
Terror zum Opfer fielen, sei es umso wichtiger, die Erinnerung an die
zerstörten Lebenswege und ausgelöschten Geschichten dauerhaft zu
bewahren.
„Die Verbrechen an den Mitgliedern der Volksgruppe dürfen niemals
in Vergessenheit geraten. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, das
Andenken an die Opfer zu bewahren und gleichzeitig aktiv gegen jede
Form von Diskriminierung einzutreten“, so Totter.
Abschließend verweist Totter darauf, dass auch in der vergangenen
Gesetzgebungsperiode zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung der
Volksgruppen in Österreich gesetzt wurden, insbesondere zur Stärkung
der Roma-Community. „Die Förderung unserer Volksgruppen ist ein
zentraler Bestandteil unserer politischen Arbeit. Wir werden diesen
Weg konsequent weitergehen“, unterstreicht Totter.
Mit der Standortentscheidung werden nun die nächsten Schritte zur
Umsetzung der Gedenkstätte vorbereitet, darunter ein europaweiter
künstlerischer Wettbewerb. Ziel ist eine qualitätsvolle und
nachhaltige Umsetzung, die sowohl der historischen Dimension als auch
den Anforderungen einer zeitgemäßen Erinnerungskultur gerecht wird.