Wien (OTS) – Medienhaus Wien verleiht den Walther Rode-Preis 2025 an
zwei
Preisträger:innen: Soraya Pechtl (Leiterin des Falter.morgen-
Newsletters) und Gerhard Pirkner (Gründer und Chefredakteur des
Osttiroler Nachrichtenportals Dolomitenstadt.at). Mit dieser
Auszeichnung will die Jury ein Zeichen setzen: Qualitätsvoller,
mutiger und vielfältiger Lokaljournalismus ist eine tragende Säule
für funktionierende Demokratien. In Wien zeigt der Falter seit 2021
mit seinem Morgen-Newsletter, wie spannend die Berichterstattung aus
dem Grätzl sein kann, vor Ort nachgefragt und diskutiert. In Osttirol
war die unabhängige, 2010 gegründete Dolomitenstadt ein
Pionierprojekt für neuen, regionalen Onlinejournalismus, der
unabhängig von Politik und den etablierten, starken Mediengruppen
Impulse für die Communities setzt. „Wir sehen die Preisträger:innen
2025 als gesellschaftlich ganz wichtige Gegenbewegung zur Entstehung
regionaler Nachrichtenwüsten wie in den USA und immer öfter auch in
Europa“, begründet Medienhaus Wien-Geschäftsführer Andy Kaltenbrunner
die Jury-Entscheidung: „Wir brauchen in Österreich noch viel mehr
solcher Journalismusinitiativen. Sie befördern jene lebensnahen,
faktenorientierten Diskussionen, die populistische Propaganda,
Polarisierung und Isolation in Kommunen und Regionen hintanhalten.“
Der von der Forschungsgesellschaft Medienhaus Wien mit 5.000 Euro
dotierte Preis wird am 13. November mit wissenschaftlich begründeter
Laudation verliehen. Die Auszeichnung erfolgt jedes Jahr für
„qualitätsvolle und vom tagespolitischen Opportunismus unbeeinflusste
Haltung im Journalismus“ im Andenken an den österreichischen
Rechtsanwalt und Publizisten Walther Rode (1876–1934), dem ab 1928
weiteres Arbeiten in Österreich unmöglich war und dessen Schriften im
Faschismus verboten wurden. Die Jury bilden die Medienhaus Wien-
Gründungsgesellschafter:innen (Andy Kaltenbrunner, Matthias Karmasin,
Daniela Kraus, Alfred J. Noll, Astrid Zimmermann) und das Medienhaus
Wien-Forschungsteam. Preisträger:innen waren zuletzt 2024 Fritz
Jergitsch ( Die Tagespresse ) und Clara Porák ( andererseits ), 2023
Franz Miklautz (freier Investigativjournalist, Mediapartizan.at ),
2022 Samuel Stuhlpfarrer ( Tagebuch ), 2021 Alexandra Wachter ( Puls
4/Puls 24 ).