St. Pölten (OTS) – Das Weinviertel hat sich erfolgreich für die NÖ
Landesausstellung
2030 beworben. Diese wird in Retz und im Bezirk Hollabrunn unter dem
Arbeitstitel „Vom Meeresgrund zum Rebenland. Weinviertel.
Erlebnisviertel.“ stattfinden. Das gab Landeshauptfrau Johanna Mikl-
Leitner nach Beschluss der Niederösterreichischen Landesregierung am
Dienstag bekannt.
„Die Niederösterreichische Landesausstellung ist weit mehr als
eine Ausstellung – sie ist das wichtigste Regionalentwicklungsprojekt
unseres Landes. Sie macht Geschichte, Kultur und Identität erlebbar,
stärkt den Tourismus und schafft nachhaltige Perspektiven für die
Menschen vor Ort. Mit Retz, dem Retzer Land und dem Bezirk Hollabrunn
haben wir einen Austragungsort gewählt, der wie kaum eine andere
Region für die Verbindung von Natur, Kultur und Weinbau steht. Unter
dem Arbeitstitel ‚Vom Meeresgrund zum Rebenland. Weinviertel.
Erlebnisviertel.‘ wird die Landesausstellung 2030 die einzigartige
Geschichte und Landschaft des Weinviertels sichtbar machen und weit
über die Grenzen Niederösterreichs hinausstrahlen. Damit setzen wir
einen wichtigen Impuls für die weitere Entwicklung des gesamten
Weinviertels“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
„Für die Stadt Retz ist der Zuschlag der NÖ Landesausstellung ein
Riesenerfolg und ein Meilenstein in der kulturellen und touristischen
Weiterentwicklung der Stadt und der gesamten Region. Heute haben wir
den Zuschlag erhalten, ab morgen beginnen die Vorbereitungen bis
2030“, so der Retzer Bürgermeister Stefan Lang.
Unter dem Arbeitstitel „Vom Meeresgrund zum Rebenland.
Weinviertel. Erlebnisviertel.“ macht die NÖ Landesausstellung 2030
die Geschichte des Retzer Landes erlebbar – vom einstigen Meeresboden
bis zur heutigen Wein- und Kulturlandschaft. Im Mittelpunkt stehen
die Böden als Lebensgrundlage der Region: Sie prägen den Weinbau, die
Kellergassen und das weit verzweigte Netz an Weinkellern.
Retz zählt mit seinem historischen Hauptplatz, den prachtvollen
Bürgerhäusern, der bekannten Windmühle und einem vielfältigen
Kulturangebot zu den kulturellen Zentren des nördlichen Weinviertels.
Zentrale Standorte der Landesausstellung werden das Althof-Areal,
dessen Geschichte bis ins Jahr 1490 zurückreicht, sowie das ehemalige
Bezirksgericht sein. Beide Liegenschaften werden umfassend saniert
und modernisiert – mit besonderem Fokus auf Barrierefreiheit sowie
kulturelle und touristische Aufwertung. Die Gesamtkosten für die
Sanierung der genannten Objekte belaufen sich auf rund 24 Millionen
Euro.
Durch die Nähe zu Znaim setzt Retz im Zuge der Landesausstellung
auch auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Gemeinsam mit dem Land
Niederösterreich und dem Bezirk Hollabrunn soll die Region als Kultur
– und Erlebnisraum weiter gestärkt werden.