Renaturierung: Freiheitlicher Naturschutzlandesrat hängt den Bauern einen schweren Rucksack um

Graz (OTS) – Freiheitlicher Naturschutzlandesrat will, dass Bauern
eine 3,5-mal
größere Fläche renaturieren als vom Landwirtschaftsminister
vorgeschlagen. Präsident Andreas Steinegger und Carl Prinz von Croy,
Obmann der Land&Forst Betriebe Steiermark: „Das ist absurd und
entbehrlich“

Wer zusätzliche Renaturierung bestellt, muss sie auch bezahlen.
Die Finanzierung der Renaturierungsmaßnahmen ist zudem völlig offen.
Weder Bund, Land noch die EU haben dafür entsprechende Budgetansätze.
Steinegger und Croy betonen: „Die heimischen Bäuerinnen, Bauern und
Waldbewirtschafter sind für den freiwilligen Naturschutz, dessen
Zusatzkosten und Bewirtschaftungseinschränkungen auch entsprechend
abgegolten werden müssen. Wer zusätzliche Renaturierung bestellt,
muss sie auch bezahlen.“ Und weiter: „Es ist nicht einzusehen, dass
Bäuerinnen, Bauern und Waldbewirtschafter gesellschaftlich
verursachte Lasten alleine stemmen sollen. Daher ist Freiwilligkeit
und eine Abgeltung der Kosten unverzichtbar – die Gelder dafür dürfen
nicht aus dem Agrarbudget kommen.“

Vorschlag mehrerer Naturschutzlandesräte ist absurd –
Goldplating. Für Steinegger und Croy ist es verstörend, dass einige
Naturschutzlandesräte in den Bundesländern – unter anderem auch aus
der Steiermark – entgegen der ausdrücklichen Empfehlung von
Landwirtschaftskammer, Land&Forst Betriebe sowie Agrarressort des
Landes Steiermark Goldplating betreiben wollen. So sollen 3,5-mal
mehr Fläche renaturiert werden als von Bundesministerium
vorgeschlagen. Statt bundesweit rund 133 km 2 sollen sogar 454 km 2
renaturiert werden. Steinegger und Croy : „Der freiheitliche
Naturschutzlandesrat hängt damit den Bauern und Waldbewirtschaftern
einen schweren Rucksack um.“ Für die Bäuerinnen, Bauern und
Waldbewirtschafter ist dieses Goldplating inakzeptabel – für sie
bedeutet das vor allem noch mehr Bürokratie, noch mehr Kosten und
vermeidbarer Aufwand.

Totschnig-Vorschlag ist realistisch – seit Jahrzehnten leisten
heimische Bäuerinnen, Bauern und Waldbewirtschafter wichtigen Beitrag
zur Renaturierung. Bundesminister Norbert Totschnig hat heute den
österreichischen Vorschlag zur Renaturierung nach Brüssel geschickt.
„Dieser Vorschlag ist für die heimischen Bäuerinnen, Bauern und
Waldbewirtschafter realistisch und auch in der Praxis mit Augenmaß
umsetzbar“ , betonen Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas
Steinegger und Carl Prinz von Croy , Obmann der Land&Forst Betriebe
Steiermark. Konkret berücksichtigt der von Bundesminister Totschnig
eingebrachte Entwurf bestehende Leistungen, die Klimawandelanpassung
wird gestärkt und die Maßnahmen basieren auf Freiwilligkeit. Schon
seit Jahrzehnten leisten die steirischen Bäuerinnen, Bauern und
Waldbewirtschafter einen wichtigen Beitrag zur Renaturierung – sie
setzen freiwillig mit dem Österreichischen Umweltprogramm (ÖPUL)
Umwelt-, Bodenschutz-, Biodiversitäts- und Klimaschutzleistungen
sowie nachhaltige Forstwirtschaft um und sind hier auch Vorreiter in
der EU.