Reisen auf vier Pfoten: Verantwortung kennt keine Saison

Wien (OTS) – Wenn Frauli und Herrli ihre Koffer packen, soll auch der
Vierbeiner
nicht zu kurz kommen. Doch was viele Hundehalter*innen bei der
Urlaubsplanung oft unterschätzen: Reisen mit Hund erfordern eine
sorgfältige Vorbereitung – nicht nur im Hochsommer, sondern auch bei
Spätsommerhitze oder milden Herbsttemperaturen, wie sie im September
immer häufiger vorkommen. Die Tierschutzombudsstelle Wien ruft daher
zu besonderer Achtsamkeit auf und gibt wichtige Tipps, damit Reise
und Urlaub auch für Tiere entspannt und sicher verlaufen.

Zwtl.: Tierisch gute Urlaubsplanung beginnt zu Hause

„Nicht jede Art von Reise ist für Hunde geeignet“, betont Eva
Persy, Leiterin der Tierschutzombudsstelle Wien. Hektische
Städtetrips, Flugreisen oder prall gefüllte Sightseeing-Programme
sind belastend für Vierbeiner. In solchen Fällen ist es besser, den
Urlaub ohne Hund zu planen – und eine vertrauensvolle Betreuung für
diese Zeit zu organisieren. Das Wohl des Hundes muss immer an erster
Stelle stehen.

Ebenso wichtig: Frühzeitig abklären, ob Hunde in der Unterkunft
erlaubt sind – und unter welchen Bedingungen. In vielen Hotels oder
Ferienwohnungen sind Haustiere nicht gestattet oder mit zusätzlichen
Kosten von circa 5 bis 30 Euro pro Tag verbunden. Spezielle
Hundehotels hingegen bieten maßgeschneiderte Angebote für Mensch und
Tier.

Ob ans Meer oder in die Berge – auch der Hund braucht seine
eigene Urlaubsausrüstung. Neben dem gewohnten Futter gehören Leine,
Brustgeschirr, Hundebett, Spielzeug, Maulkorb und Handtuch ins
Gepäck. Unbedingt mit dabei sein sollte der EU-Heimtierausweis, in
dem eine gültige Tollwutimpfung vermerkt ist. Diese ist für eine
Reise innerhalb der EU verpflichtend. Für gesundheitliche Probleme
oder kleine Verletzungen sollte eine kleine Reiseapotheke mit
wichtigen Medikamenten, Erste-Hilfe-Set und Zeckenzange mitgenommen
werden.

Ein weiterer Tipp: Die Telefonnummer am Hundehalsband sollte mit
internationaler Vorwahl versehen sein – für den Fall, dass das Tier
im Ausland verloren geht.

Zwtl.: Sicher unterwegs – besonders bei Hitze

„Im Auto ist die richtige Sicherung des Hundes Pflicht – und bei
jeder Reise muss die Temperaturentwicklung im Fahrzeug ernst genommen
werden“, warnt Persy. Denn gerade an sonnigen Tagen oder in den
Übergangsmonaten, wenn die Sonne tief steht, können sich Fahrzeuge
binnen Minuten auf gefährliche Temperaturen aufheizen – auch bei
vermeintlich mildem Wetter. Die Klimaanlage allein reicht oft nicht
aus, um für ausreichend Kühlung im Kofferraum zu sorgen.
Sonnenschutzblenden, regelmäßige Trinkpausen und schattige Rastplätze
sind daher essenziell.

Wichtig: Auch bei kurzen Stopps darf der Hund niemals alleine im
Auto zurückgelassen werden – selbst mit geöffnetem Fenster nicht.

Zwtl.: Rücksicht und Regeln am Urlaubsort

Auch am Urlaubsort selbst braucht es Verantwortungsbewusstsein.
„Ein Hund sollte nie ohne Absprache allein im Hotelzimmer bleiben.
Informieren Sie das Personal und kennzeichnen Sie das Zimmer
entsprechend, um Missverständnisse zu vermeiden“, empfiehlt Persy.
Wer seinen Hund mitnimmt, muss sich auch an geltende Regeln halten:
Leinenpflicht, Hundeverbote an Stränden oder Einschränkungen in
Restaurants sollten unbedingt respektiert werden.

Zudem gilt: Aktivitäten dem Wetter anpassen! Ausflüge in der
Hitze, übermäßiges Spielen im Sand oder sportliche Herausforderungen
können den Kreislauf des Hundes überfordern. Besondere Vorsicht ist
in warmen Spätsommerwochen wichtig, da die Temperaturen oft
unterschätzt werden.

Zwtl.: Checkliste Urlaub mit Hund

Vor der Reise

1. Hundefreundliche Reise planen ODER verlässliche Urlaubsbetreuung
für den Hund organisieren

2. Vierbeiner in der Unterkunft anmelden, Zusatzkosten klären

3. Impfungen checken und ggf. auffrischen

4. Einreisebestimmungen beachten, Dokumente bereitlegen (EU-
Heimtierausweis, Haftpflichtversicherung)

5. Hundemarke mit Telefonnummer von Halter*in besorgen (mit
internationaler Vorwahl!)

6. Für den Notfall: Tierklinik am Urlaubsort heraussuchen

7. Packliste: Hundebett, Näpfe, Brustgeschirr und Leine (Wechselset
einstecken), gewohntes Futter, Handtuch, Spielzeug, Maulkorb, Artikel
für Fellpflege, Gacki-Sackerl sowie Reiseapotheke mit notwendigen
Medikamenten, Zeckenzange, Erste-Hilfe-Set und weiteren Präparaten
und Zubehör nach Bedarf bzw. Rücksprache mit Tierarzt*Tierärztin

Während der Fahrt in den Urlaub

1.

Fachgerechte Sicherung des Hundes im Auto beachten

2.

Fahrten in den heißen Mittags- und Nachmittagsstunden vermeiden

3.

Evtl. mit Sonnenschutzfolie oder mobilen Schutzblenden
Sonneneinstrahlung im Heck reduzieren

4.

Ausreichend Wasser im Reisewassernapf zur Verfügung stellen

5.

Regelmäßig Pausen einlegen

6.

Den Hund niemals alleine im Auto zurücklassen!

Am Urlaubsort

1.

Im Hotel: Personal über Anwesenheit des Hundes im Zimmer
informieren

2.

Regeln und Gepflogenheiten vor Ort respektieren

3.

Aktivitäten dem Wetter anpassen

BILD IN KÜRZE VERFÜGBAR UNTER https://www.wien.gv.at/presse/bilder .