Wien (OTS) – Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz ermöglicht
Menschen mit
Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben. Sie
schafft die Voraussetzung dafür, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen,
eigenes Einkommen zu erzielen und aktiv am gesellschaftlichen Leben
mitzuwirken. Finanziert wird diese Leistung, ebenso wie zahlreiche
andere arbeitsmarktpolitische Projekte, aus Mitteln des
Ausgleichstaxfonds.
Die eingesetzten Mittel zeigen eine hohe Wirkung. „ Wir erleben
in unserer täglichen Praxis, dass viele Menschen mit Behinderungen
dank Persönlicher Assistenz am Arbeitsplatz über viele Jahre hinweg
erwerbstätig sind – vielfach über ein Jahrzehnt oder länger. Das sind
stabile und nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse “, betont Jasna
Puskaric, geschäftsführende Vorständin der WAG
Assistenzgenossenschaft.
Gerade vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosigkeit von
Menschen mit Behinderungen ist es entscheidend, dieses wirksame
Instrument strukturell abzusichern.
Im Jänner 2026 stieg die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit
Behinderungen um 13,9 %, das ist 3,6-mal stärker als im
Gesamtdurchschnitt. Laut Statistik Austria gibt jede vierte Person
mit Behinderung zwischen 15 und 24 Jahren an, weder in Ausbildung
noch in Beschäftigung zu sein.
„Der Ausgleichstaxfonds ist kein Kostenfaktor, sondern ein
strategisches Instrument, das nachhaltige Beschäftigung ermöglicht
und gesellschaftliche Teilhabe sichert.“, stellt Puskaric fest. „Eine
Weiterentwicklung der Ausgleichstaxe kann ein zentraler Hebel sein,
um die Finanzierung des Fonds zu sichern und Beschäftigung zu
fördern.“
Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich
Österreich verpflichtet, die gleichberechtigte Teilhabe am
Berufsleben zu gewährleisten. Die bedarfsgerechte Finanzierung von
Persönlicher Assistenz am Arbeitsplatz für alle Zielgruppen ist dafür
ein zentraler Baustein. Eine langfristige Absicherung des
Ausgleichstaxfonds ist daher notwendig, damit das Recht auf Arbeit in
der Praxis wirksam bleibt.