Wien (OTS) – –
Zuversicht trotz Unsicherheit : 75 % der Arbeitnehmenden in
Österreich sind davon überzeugt, dass ihre Fähigkeiten im Job
weiterhin relevant sein werden
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Sicherheit in Österreich an erster Stelle: Sicherer Arbeitsplatz
(82 %), Übereinstimmung mit den eigenen Werten (79 %) und ein gutes
Verhältnis zu Kolleg:innen (76 %) zählen zu den wichtigsten Faktoren
für Zufriedenheit
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Zurückhaltende Karrierepläne : Nur 27 % der Österreicher:innen
planen 2026 mehr Gehalt zu verhandeln, 19 % streben eine Beförderung
oder einen Jobwechsel an
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Erfahrung als Stärke: Das Potenzial älterer Beschäftigten (Silver
Ager) bleibt oft ungenutzt, obwohl sie durch hohe Motivation und
Lernbereitschaft überzeugen
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KI im Vormarsch: Die tägliche Nutzung von Künstlicher Intelligenz
hat sich hierzulande von 9 % auf 19 % verdoppelt
Wien, 12. November 2025 – Trotz anhaltender Unsicherheiten ist
der Arbeitsmarkt durch eine positive Grundstimmung und Optimismus
geprägt: 75 % der Österreicher:innen sind davon überzeugt, dass
mindestens die Hälfte ihrer aktuellen Fähigkeiten auch zukünftig im
Job gefragt sein wird. Künstliche Intelligenz sieht man hierzulande
nicht als Ersatz, sondern als Unterstützung, die bereits von jedem
fünften Arbeitnehmenden genutzt wird. Das zeigen die repräsentativen
Ergebnisse der aktuellen „ Hopes and Fears Global Workforce Survey
2025 “ von PwC, eine der größten je durchgeführten Umfragen zur
Arbeitsmarktentwicklung unter rund 50.000 Mitarbeitenden weltweit,
darunter 850 Österreicher:innen.
„Die angespannte Wirtschaftslage stellt die Fähigkeiten der
Beschäftigten auf die Probe: Gefragt sind nicht nur Fachwissen,
sondern vor allem auch Resilienz, Lernbereitschaft und
Anpassungsfähigkeit. Unternehmen stehen daher in der Verantwortung,
diesen Wandel aktiv zu gestalten und die Zuversicht ihrer
Mitarbeitenden weiterhin zu fördern. Wenn technologische
Veränderungen Berufsinhalte schnell verschieben, wird
kontinuierliches Lernen zur Voraussetzung für
Beschäftigungsfähigkeit“, erklärt Sophie Landsteiner, Workforce
Transformation Lead bei PwC Österreich.
Zwtl.: Jobsicherheit wichtiger als Karriereaufstieg
Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zeigen deutlich: Für die
Beschäftigten in Österreich steht Jobsicherheit an erster Stelle. 82
% der Befragten nennen einen sicheren Arbeitsplatz als wichtigsten
Faktor für einen guten Job – noch vor einem hohen Gehalt oder
schnellen Karriereschritten. Direkt dahinter folgen die
Übereinstimmung mit den eigenen Werten (79 %) und ein gutes
Verhältnis zu Kolleg:innen (76 %). Materielle und soziale Sicherheit
sind somit die zentralen Bedürfnisse der Arbeitnehmenden,
insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.
Dieses starke Grundbedürfnis wirkt sich auch auf das Verhalten am
Arbeitsmarkt aus. Die Bereitschaft, Risiken einzugehen oder einen
neuen Karriereschritt zu wagen, ist aktuell niedrig. Auch Themen wie
Gehaltserhöhungen und Beförderungen treten zunehmend in den
Hintergrund: Lediglich 27 % der Arbeitnehmenden wollen im kommenden
Jahr aktiv eine Gehaltserhöhung ansprechen (2024: 38 %), 19 % denken
über eine Beförderung nach (2024: 27 %) und ebenfalls 19 % ziehen
einen Jobwechsel in Betracht (2024: 27 %). Gleichzeitig bereitet ihre
finanzielle Lage vielen Kopfzerbrechen: Nur noch 38 % können ihre
laufenden Kosten decken und zugleich sparen oder sich Extras wie
Urlaubsreisen leisten. Das zeigt einen spürbaren Wohlstandsverlust
gegenüber dem Vorjahr (44 %).
Im internationalen Vergleich zeigt sich die schwierige Lage
hierzulande besonders deutlich: 28 % der Befragten in Österreich
haben im vergangenen Jahr eine Gehaltserhöhung erhalten und weniger
als jede:r Zehnte (7 %) wurde befördert, während diese Werte im
Vergleich weltweit bei 43 % bzw. 17 % liegen. „Der Arbeitsmarkt
befindet sich in einer Phase der Neujustierung. Nach Jahren, in denen
Arbeitnehmende eine starke Verhandlungsposition hatten, sind nun
vielfach wieder die Arbeitgeber am Zug. Entsprechend zurückhaltend
werden derzeit Forderungen gestellt: Viele Beschäftigte wissen, dass
die wirtschaftliche Lage nur begrenzten Spielraum lässt, und passen
sich an “, erläutert Sophie Landsteiner.
Zwtl.: Junge Generationen häufiger erschöpft und überfordert
Während die Generation Z (18 – 28 Jahre) zwar eine hohe
allgemeine Jobzufriedenheit angibt (76 %), treten Gefühle wie
Erschöpfung (54 %), Langeweile (27 %) und Überforderung (28 %)
deutlich häufiger auf als bei älteren Altersgruppen. Auch unter den
Millennials (29 – 44 Jahre) ist der Anteil derjenigen, die sich im
Job auch einmal wütend fühlen, mit 37 % am höchsten.
Ein ganz anders Bild zeigt sich bei den älteren Generationen, die
sich besonders durch eine bemerkenswerte Resilienz auszeichnen. 80 %
der Baby Boomer (61 – 79 Jahre) sind in ihrem Job zufrieden und
liegen damit deutlich über den Durchschnitt von 71 %. Ein
entscheidender Faktor ist ihre Offenheit für Weiterentwicklung und
neue Technologien, eine Stärke, die am Arbeitsmarkt häufig übersehen
wird. 48 % haben in den vergangenen zwölf Monaten zusätzliche
Fähigkeiten erworben, die ihre Karriere fördern.
Zwtl.: KI verändert die Arbeitswelt und eröffnet neue Chancen
In diesem Umfeld eröffnen neue Technologien wichtige
Möglichkeiten für Unternehmen und Beschäftigte. Die tägliche Nutzung
von KI hat sich im vergangenen Jahr in Österreich von 9 auf 19 %
verdoppelt. Personen, die sie nutzen, berichten deutlich häufiger von
höherer Produktivität (59 %), einer besseren Qualität der Arbeit (59
%) und mehr Kreativität (53 %). Dieses Potenzial fördern auch die
Arbeitgeber: Fast jede:r zweite Mitarbeitende wurde bei der
Weiterbildung durch Vorgesetzte unterstützt. Das erhöht nicht nur die
Kompetenzen, sondern auch das Selbstbewusstsein: KI-Nutzer:innen
haben ein größeres Gefühl von Jobsicherheit (29 %) und sehen
zukünftig bessere Verdienstmöglichkeiten (25 %).
„Generative KI entfaltet ihr volles Potenzial erst, wenn sie Teil
des Arbeitsalltags wird. Doch bis jetzt nutzt nur ein Teil der
Beschäftigten diese Chance. Führungskräfte sind gefordert, ihre Teams
zu ermutigen, GenAI aktiv einzusetzen, um Vorteile zu erkennen und
Arbeitsprozesse weiterzuentwickeln. Wichtig ist, klare
Anwendungsfälle zu schaffen, verlässliche Rahmenbedingungen zu bieten
und die Beschäftigten gezielt zu unterstützen, damit die breite
Nutzung im Unternehmen gelingt“, so Landsteiner abschließend.
Über die Studie
PwC befragte für die „Hopes & Fears Survey 2025“ 49.843
erwerbstätige Personen in 48 Ländern und 28 Sektoren, darunter 850
Österreicher:innen. Die Befragung wurde so konzipiert, dass sie eine
Reihe von Branchen, demografischen Merkmalen und Arbeitsmustern
widerspiegelt. Weitere Informationen finden Sie hier:
https://direkt.pwc.at/hopes-fears
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