PVÖ Wien: „Pensionen sind keine Sozialleistung, sondern Versicherungsleistung“!

Wien (OTS) – „Dass nur 71 Prozent der Pensionist*innen die volle
gesetzlich
zustehende Anpassung von 2,7 Prozent erhalten, ist schlichtweg
ungerecht und ein Schlag ins Gesicht jener Generation, die dieses
Land aufgebaut hat. Pensionen sind keine Sozialleistung, sondern
Versicherungsleistung – für die Jahrzehnte lang Beiträge bezahlt
wurden“, stellt Kopietz klar.

Die Liste der Belastungen für Senior*innen wird immer länger:
erhöhte Krankenversicherungsbeiträge, E-Card-Gebühr, Ende der
kostenlosen Krankentransporte, Abschaffung des Klimabonus, steigende
Gebühren bei Pässen und das Auslaufen der Strompreisbremse. „All
diese Maßnahmen treffen vor allem die ältere Generation, die ohnehin
schon doppelt und dreifach belastet wird. Gleichzeitig weigert sich
die Regierung, jene mit den stärksten Schultern – Vermögende und
Reiche – stärker in die Pflicht zu nehmen“, so Kopietz.

Anpassung unter der Teuerung
Besonders empörend ist, dass die Anpassung heuer sogar unter der
Teuerung liegt. Während die Inflation bei über 4 Prozent liegt, wird
die gesetzliche Wertsicherung auf Kosten der Pensionist*innen
gekürzt. Damit werden die Menschen, die das Pensionssystem mit ihren
Beiträgen getragen haben, ein weiteres Mal zur Budgetsanierung
missbraucht.

Pensionen fließen in Realwirtschaft und Pflegearbeit
„Es reicht! Die volle Inflationsabgeltung für alle Pensionen ist das
unabdingbare Mindestmaß. Alles andere bedeutet Kaufkraftverlust,
soziale Kälte und wirtschaftliche Kurzsichtigkeit – schließlich
fließen Pensionen direkt in die Realwirtschaft und stützen Familien
und Pflegearbeit in Milliardenhöhe“, betont Kopietz.

“Werden nicht lockerlassen”!
Der PVÖ Wien Präsident kündigt an: „Wir werden nicht lockerlassen.
Wenn die Bundesregierung weiterhin auf Kosten der älteren Generation
spart, werden wir unseren Protest auch auf die Straße tragen. Soziale
Gerechtigkeit darf nicht nur ein Schlagwort sein – sie muss gelebt
werden.“ (Schluss)