PVÖ Salzburg hält an voller Pensionsanpassung für alle fest

Salzburg (OTS) – „Eine Pensionsanpassung von 2,7 Prozent für alle ist
weder Geschenk,
noch Verhandlungsmasse – sie ist gesetzlich vorgeschrieben“, stellt
der Präsident des Pensionistenverbandes Salzburg, Wolfgang Höllbacher
klar. „Dass jetzt nicht alle Pensionist*innen die volle Anpassung
bekommen, sondern nur 71 Prozent, ist schlichtweg ungerecht“, so
Höllbacher weiter.

Belastungen steigen kontinuierlich
Die finanzielle Last für Pensionist*innen wächst stetig: Die Anhebung
der Krankenversicherungsbeiträge, die Einführung der E-Card-Gebühr,
das Ende der kostenlosen Krankentransporte, der Wegfall des
Klimabonus, steigende Gebühren für Reisepässe sowie das Ende der
Strompreisbremse zu Jahresbeginn belasten die ältere Generation
besonders stark.

„Unabdingbares Mindestmaß“
Angesichts von 3,6 Prozent Inflation im Juli und einer Schätzung von
4,1 Prozent im August, hält der PVÖ Salzburg an der Forderung nach
einer vollen Pensionsanpassung von 2,7 Prozent für alle Pensionist*
innen fest – „es ist das unabdingbare Mindestmaß, um die Kaufkraft
der älteren Generation zu erhalten.“ Ganze Branchen leben von den
Pensionist:innen, ein großer Teil der Pensionen fließt direkt zurück
in die Wirtschaft – durch Konsum oder weil Kinder und Enkerl
finanziell unterstützt werden. Pflegende Angehörige leisten
unentgeltliche Arbeit in Milliarden-Höhe. Fakt ist: Die ältere
Generation ist ein Wirtschafts- kein Kostenfaktor!“

„Doppelte und dreifache Belastung muss gestoppt werden“
Bereits jetzt tragen die Pensionist*innen durch die Erhöhung der
Krankenversicherungsbeiträge – die ausschließlich für sie gilt –
maßgeblich zur Budgetsanierung bei. Das summiert sich auf etwa drei
Milliarden Euro in den kommenden Jahren“, sagt Höllbacher – und
betont einmal mehr, dass es sich bei den gesetzlichen Pensionen um
eine Versicherungs- und keine Sozialleistung handelt, wie das so
gerne von neoliberalen Kräften immer wieder dargestellt wird. Jene,
die eine Pension beziehen, haben dafür Jahrzehnte eingezahlt.

„Die volle Inflationsabgeltung aller Pensionen wäre eine
Notwendigkeit im Sinne von Gerechtigkeit, sozialer Verantwortung und
wirtschaftlicher Vernunft – deswegen bleibt unsere Forderung auch
weiterhin aufrecht“, so der Landespräsident abschließend. (Schluss)