Elsbethen/Goldenstein (OTS) – „Ich freue mich, dass es in den
vergangenen Wochen gelungen ist, eine
gute Lösung für alle Beteiligten auszuarbeiten und zu finden“, so
Propst Grasl, Apostolischer Kommissar der Augustiner Chorfrauen
Goldenstein. Grasl: „In intensiven Gesprächen mit den zuständigen
Stellen in Rom und der Erzdiözese Salzburg konnte eine tragfähige und
zukunftsorientierte Lösung erarbeitet werden, die heute den
Helferinnen der Schwestern übergeben wurde, damit diese sie an die
Schwestern weiterleiten. Ich bin weiterhin der Meinung, dass die
Schwestern in einem Pflegeheim umfassend betreut werden würden, nehme
aber den Wunsch der drei sehr ernst und möchte als Ordensoberer, dem
das Wohl der Schwestern selbstverständlich absolut wichtig ist, eine
Möglichkeit für die weitere Zukunft bieten.“
Zwtl.: Hauptpunkte der zu treffenden Vereinbarung
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Die drei Schwestern können bis auf weiteres im Kloster
Goldenstein wohnhaft bleiben.
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Die für ein geistlich-spirituelles Leben im Kloster notwendige
Klausur wird wiederhergestellt.
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Es ist geplant die geistliche Begleitung durch einen
Ordenspriester aus dem Augustinerchorherren-Stift Reichersberg zu
ermöglichen.
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Den Schwestern werden Pflegepersonen (24 Stunden Pflege) zur
Seite gestellt und ein/e Arzt/Ärztin wird die notwendige medizinische
Versorgung der Schwestern gewährleisten.
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Die drei Schwestern werden für einen Pflegeplatz im Pflegeheim
Elsbethen angemeldet. Sobald die Schwestern in solcher Weise
pflegebedürftig sind, dass die Betreuung im Kloster nicht mehr
möglich ist und ein Platz im Pflegeheim frei ist, übersiedeln die
Schwestern in das Haus in Elsbethen, in Sichtweite des Klosters.
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Allfällig notwendige Umbauten im Kloster Goldenstein werden, in
Abstimmung mit dem Ordensoberen, Propst Grasl, in Angriff genommen.
Zwtl.: Dank an die Helferinnen und Helfer
„In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Helferinnen und
Helfer die drei Schwestern betreut. Ich bin allen, die die Schwestern
begleitet haben, dankbar“, so Grasl, der betont, dass die Helferinnen
und Helfer weiterhin gerne als Gäste im Kloster willkommen sind, ihr
umfassender Einsatz aber nicht mehr notwendig ist. Grasl regt an,
dass die Spenden, die den Schwestern in den letzten Wochen zugekommen
sind, ebenso wie jene Mittel, die aus dem Verkauf des Buches über die
Schwestern, den dreien zugedacht sind, an ein Missionsprojekt
übergeben werden. „Den Schwestern war die Ausbildung junger Mädchen
und Frauen besonders wichtig“, so Grasl, „deshalb die Idee, die
Spenden einem solchen Projekt zukommen zu lassen, da die Schwestern –
wie bisher – vom Kloster Goldenstein alle notwendigen Finanzmittel
gestellt bekommen.“
Zwtl.: Barmherzigkeit als Grundmaxime christlichen Lebens
„Die erarbeitete Lösung bietet den Schwestern die Möglichkeit bis
auf weiteres im Kloster zu leben und ihr geistliches Leben zu
führen“, so Grasl. „Ich wünsche mir, dass die Schwestern den von mir
skizzierten Weg akzeptieren und hoffe, dass wieder ein geregeltes
Ordensleben in Goldenstein Realität ist. Aus meiner Sicht habe ich
alle Voraussetzungen dafür geschaffen.“
Grasl weiter: „Wir Menschen erfahren von Gott Barmherzigkeit. Er
ist uns gegenüber barmherzig und lädt uns ein – weil er barmherzig
ist – auch barmherzig zu sein. In der Bibel beschreibt Jesus Gott als
einen großzügigen und jederzeit vergebungsbereiten Vater, und zeigt
uns so, was Barmherzigkeit bedeuten kann: Eine unverdiente, aber
großzügigen Zuwendung in großer, ja bedingungsloser Liebe. Diese von
Gott erfahrene Barmherzigkeit soll zur Handlungsmotivation der
gläubigen Menschen werden. In diesem Sinne steht das Wort
Barmherzigkeit in Zusammenhang mit Nächstenliebe oder Menschenliebe.
Im Blick auf die letzten Wochen, manche Aktionen der Schwestern und
die medial-öffentlich über mich verbreiteten Gerüchte leitet mich
diese Maxime christlichen Lebens.“