Wien (OTS) – „Wer Gewalt gegen Kinder öffentlich verteidigt,
überschreitet eine
rote Linie des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, mit scharfer Kritik
reagiert SPÖ-Gemeinderat und Jugendsprecher Nikola Poljak auf
Aussagen aus der FPÖ, in denen körperliche Gewalt gegen Kinder
relativiert und als ‚gesunde Watsche‘ verharmlost wurde. Für Poljak
ist klar: „Wer Gewalt gegen Kinder verharmlost, zeigt vor allem
eines: fehlenden Respekt. Fehlenden Respekt vor Kindern, vor ihrer
Würde und vor ihrem Recht auf ein gewaltfreies Aufwachsen.“
Besonders erschütternd sei, dass Gewalt gegen Kinder öffentlich
als normale Erziehung dargestellt werde. „Eine ‚gesunde Watsche‘ ist
keine Pädagogik. Dabei geht es um eine erwachsene Person, die ein
Kind schlägt. Wer dafür Verständnis oder sogar Applaus erwartet,
offenbart ein erschreckendes Menschenbild“ , so Poljak. Kinder hätten
ein Recht auf Schutz, Sicherheit und ein gewaltfreies Aufwachsen.
Gerade Politiker*innen müssten sich ihrer Verantwortung bewusst sein.
„Worte aus Machtpositionen verschieben Grenzen. Wer Gewalt gegen
Kinder verharmlost, gibt all jenen Rückendeckung, die glauben, Stärke
bedeute Einschüchterung und Angst“, warnt der SPÖ-Jugendsprecher.
Poljak verweist darauf, dass Wien seit Jahren gezielt in
Gewaltprävention, Jugendarbeit und respektvolles Miteinander
investiert. Mit Projekten wie ‚Respekt: Gemeinsam stärker‘ an Wiener
Schulen setze die Stadt bewusst auf Prävention, Beteiligung und
soziale Sicherheit statt auf Einschüchterung und autoritäres Denken.
„Schule und Jugendarbeit müssen Orte sein, an denen junge Menschen
lernen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen, ihre Meinung frei zu äußern
und Gemeinschaft zu erleben. Genau dafür steht Wien: für
Zusammenhalt, Solidarität und ein respektvolles Miteinander“ , betont
Poljak.
Besonders problematisch sei laut SPÖ-Jugendsprecher die
politische Botschaft hinter solchen Aussagen. „Wer Kindern beibringt,
dass Konflikte mit Schlägen gelöst werden dürfen, darf sich nicht
wundern, wenn Gewaltspiralen weitergetragen werden. Gewalt erzieht
nicht. Gewalt unterwirft.“ Abschließend hält Poljak fest: „Die Stärke
einer Gesellschaft zeigt sich nicht darin, wie hart Erwachsene gegen
Kinder auftreten. Sie zeigt sich darin, wie sicher Kinder vor Gewalt
sein können. Kinderrechte sind kein ideologischer Luxus, sondern das
Fundament einer modernen und lebenswerten Stadt.“ (schluss) gm