Pension Overshoot Day fällt auf Tag der Jugend – JUNOS fordern Aktienpension

Wien (OTS) – Dieses Jahr fällt der Pension Overshoot Day, jener Tag,
an dem alle
laufenden Einnahmen für das Pensionssystem aufgebraucht sind, auf den
12. August – den Tag der Jugend. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle
Pensionszahlungen aus dem Staatsbudget und damit von
Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern finanziert werden. Dass Jugendtag
und Pension Overshoot Day heuer zusammenfallen, ist für die JUNOS
Anlass, mit Nachdruck eine Aktienpension zu fordern, um das System
langfristig zu stabilisieren.

„Nachdem im Juli von der Bundesregierung endlich erste wichtige
Schritte im Pensionsbereich gesetzt wurden, gilt es jetzt weiter
dranzubleiben. Wir brauchen eine Aktienpension – eine langfristige,
chancenorientierte und kapitalgedeckte Altersvorsorge, verwaltet von
unabhängigen Expertinnen und Experten. Schweden und Norwegen zeigen
seit Jahren, dass dieses Modell funktioniert. Die Aktienpension wäre
eine große Chance für Österreich und ein wichtiger Schritt in
Richtung mehr Fairness für die junge Generation“, erklärt Sophie
Wotschke, Bundesvorsitzende der JUNOS.

Die Aktienpension soll das bestehende Umlagesystem ergänzen,
nicht ersetzen. „Schließlich wird auch eine Brücke stabiler, wenn man
eine zusätzliche Säule hinzufügt. Unser Pensionssystem steht derzeit
auf einer einzigen Säule – das ist langfristig zu riskant. Neben dem
Umlagesystem soll ähnlich wie in Norwegen ein kleiner Teil der Gelder
– mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr – in einen aktienbasierten
Fonds fließen. Alle Erwerbstätigen sollten dort auch privat einzahlen
können, wenn sie das möchten“, so Wotschke.

Der überwiegende Teil der Beiträge soll laut den JUNOS weiterhin
ins Umlagesystem fließen, während ein kleiner Teil in einen breit
gestreuten Fonds eingezahlt wird, der vorläufig mit einer Milliarde
Euro Startkapital ausgestattet ist. „Langfristige Erfahrungen aus dem
Ausland zeigen klar: Aktienmärkte bringen stabile Renditen. Wer das
nur als Spekulation abtut, verkennt die Fakten“, betonen die JUNOS.

„Mehr Generationengerechtigkeit bedeutet, dass jede und jeder
sich auf das Pensionssystem verlassen kann, ohne die nachkommenden
Generationen finanziell zu belasten. Es geht nicht um Jung gegen Alt,
sondern um Politik mit Weitblick. Nur so können wir sicherstellen,
dass auch die jüngere Generation in 20, 30 oder 40 Jahren noch auf
ihre Pension vertrauen kann“, betont Wotschke abschließend