Wien (OTS) – Die für das dritte Quartal 2025 präsentierte Performance
von 2,48
Prozent zeigt das Versagen der Pensionskassen bei der Veranlagung der
überlassenen Gelder. Angesichts der Entwicklung an den wesentlichen
Börsen stehen die Berechtigten der Pensionskassen zum Teil erneut vor
Pensionskürzungen und können nur tatenlos zusehen wie das
Pensionskapital immer weniger wird.
Ein Blick auf die Entwicklung der wesentlichen Indizes im
laufenden Jahr (Werte per 16.9.) zeigt die Dramatik:
– MSCI World + 16,7%
– DAX + 25,2%
– S&P 500 + 13,4%
– ATX + 30,8 %
Bei einem durchschnittlichen Aktienanteil von rund 42 Prozent
müsste der Ertrag um ein Vielfaches höher liegen, Erklärungen für
dieses offensichtliche Versagen bleiben die Pensionskassen wieder
einmal schuldig. Auch beim langfristigen internationalen
Performancevergleich liegen die österreichischen Pensionskassen weit
abgeschlagen.
Kommen die Pensionskassen ihrem gesetzlichen Auftrag nach?
Pensionskassen haben die Pensionskassengeschäfte im Interesse der
Anwartschafts- und Leistungsberechtigten zu führen und hierbei auch
auf die Rentabilität Bedacht zu nehmen. Können Pensionskassen in
ihrer aktuellen Form diese Aufgabe erfüllen? Diese Frage richtet sich
naturgemäß an die Verantwortlichen in der Politik, aber auch an die
Finanzmarktaufsicht.
Was sagen die Eigentümer dazu?
Zu den wesentlichen Eigentümern der Pensionskassen zählen
Raiffeisen, ÖBAG, VOEST, Erste Bank und Wiener Städtische. Wie bei
Aktiengesellschaften üblich, sind die Eigentümer für die Bestellung
der Vorstände in den Pensionskassen verantwortlich. Offenbar reicht
es den Eigentümern, dass hier völlig risikolos Gewinne auf dem Rücken
der Berechtigten erzielt werden, denn diese tragen die
Verwaltungskosten unabhängig vom Erfolg. Die Umsetzung des
gesetzlichen Auftrags zur Erzielung einer Rendite und nachhaltigen
Pension liegt offenbar nicht im Focus.
Peter Weller, Obmann von PEKABE:
„Wie immer stehen die Berechtigten dieser Situation völlig
machtlos gegenüber. Die Verantwortung für diese Entwicklung liegt
zwar primär bei den Pensionskassen, aber Politik und die Eigentümer
sollten hier nicht einfach wegschauen, sondern endlich im Sinne von
1,1 Millionen Berechtigten agieren und längst überfällige Reformen
einleiten.“
Über PEKABE
Der Schutzverband der PE nsions KA ssen BE rechtigten, PEKABE,
vertritt unabhängig und überparteilich die Interessen von mehr als
einer Million Berechtigter der österreichischen Pensionskassen.