Patientenmilliarde als Marketinggag?

Wien (OTS) – Die demokratische Kontrolle der sozialen
Sicherungssysteme und die
Zukunft des Sozialstaats stehen im Zentrum aktueller politischer
Debatten – von der Gesundheitsversorgung über
Sozialversicherungsbeiträge bis hin zur Selbstverwaltung der
Sozialversicherungsträger. Eine aktuelle Neuerscheinung aus dem ÖGB-
Verlag nimmt eines der folgenreichsten sozialpolitischen Projekte von
Schwarz-Blau II kritisch unter die Lupe.

„Der Coup. Wie die Arbeitgeberseite die Sozialversicherung
kaperte“
Erscheinungstermin und Buchpräsentation: 2. März 2026

Die Sozialversicherungsreform 2018 der Regierung Kurz–Strache war
eines der schädlichsten Projekte für die Arbeitnehmer:innenschaft.
Unter Versprechungen wie „Patientenmilliarde“, mehr Kassenärzt:innen
und einer Harmonisierung der Leistungen wurde die Struktur der
Sozialversicherung grundlegend verändert. Das Buch zeigt, warum diese
Versprechen nicht eingelöst wurden und welche tiefgreifende
Machtverschiebung die Reform in der österreichischen
Sozialversicherung ausgelöst hat.

Die Autorinnen Claudia Neumayer-Stickler , Juristin und Leiterin
des Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik im ÖGB,
sowie Julia Stroj , Ökonomin und Expertin für Gesundheitspolitik im
ÖGB, analysieren die Reform faktenbasiert und ordnen sie historisch
ein. Anhand aktueller Zahlen rekonstruieren sie die Auswirkungen auf
Mitbestimmung, Selbstverwaltung und Gesundheitsversorgung und zeigen
auf, was es braucht, um die zentralen Säulen des österreichischen
Sozialstaats nachhaltig abzusichern.

Rezensionsexemplar anfragen: [email protected]