ORF zu Propaganda-Vorwürfen von NEOS-Mediensprecherin Henrike Brandstötter

Wien (OTS) – Der ORF weist die Propaganda-Vorwürfe von
NEOS-Mediensprecherin
Henrike Brandstötter auf X (vormals Twitter) entschieden zurück: Der
ORF berichtet tagtäglich faktentreu, unabhängig und ausgewogen in all
seinen Medien. Der ORF genießt bei den Österreicher:innen das höchste
Vertrauen aller Medien, jährlich werden seine Berichterstattung und
seine Journalistinnen und Journalisten vielfach mit Preisen
ausgezeichnet.

Zur unhaltbaren Äußerung, der ORF betreibe im Artikel „Kyrill:
Menschenrechte und Religionsfreiheit verwirklicht“ (religion.ORF.at,
7. Jänner 2026) russische Propaganda, ist festzuhalten:

Der Artikel bezieht sich auf das traditionelle
Weihnachtsinterview mit dem Moskauer Patriarch und Oberhaupt der
russisch-orthodoxen Kirche Kyrill, das vom Sender Rossija 1 zum
orthodoxen Weihnachtsfest ausgestrahlt wurde.

Es handelt sich in diesem Bericht nicht um Propaganda sondern um
reine Information. Da es dem russischen Präsidenten Wladimir Putin
politisch gelang, die Kirche seines Landes stark an den Staat zu
binden, haben die Aussagen des Moskauer Patriarchen Kyrill daher
journalistisch gesehen höchste Relevanz. Denn die russisch-orthodoxe
Kirche hat sich im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zu einer
festen Stütze der russischen Staatsideologie entwickelt. Der ORF
verfolgt daher seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die
Ukraine sehr genau die Entwicklungen innerhalb der russisch-
orthodoxen Kirche und die politische Rolle des Patriarchen, berichtet
darüber, ordnet ein und analysiert.

Die Forderung von Henrike Brandstötter aufgrund der
Berichterstattung über das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche
nach „mehr Recherche und Relevanz“ kann der ORF aufgrund der
politischen Brisanz von Patriarch Kyrill und der Allianz mit dem
russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht nachvollziehen und
verweist in diesem Zusammenhang auf zahlreiche kritische Artikel auf
religion.ORF.at.