ORF-GD Weißmann weist FPÖ-Vorwürfe mit Nachdruck zurück

Wien (OTS) – ORF-Generaldirektor Roland Weißmann weist die von der
FPÖ in einer
Aussendung am 9. Februar 2026 erhobenen Vorwürfe gegen den ORF in
einem Schreiben an FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker zurück.
Anbei das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Generalsekretär,
sehr geehrte Damen und Herren!

Die in der Aussendung des Freiheitlichen Parlamentsklubs „ORF-
Privilegienstadl trockenlegen – Schluss mit Luxusgagen und
Schülerabzocke!“ (
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260209_OTS0073/fpoe-
hafenecker-orf-privilegienstadl-trockenlegen-schluss-mit-luxusgagen-
und-schuelerabzockeerhobenen) erhobenen Vorwürfe gegen den ORF und
seine Organe weise ich mit allem Nachdruck zurück. Die Behauptung, es
gebe im ORF „massive Malversationen“, entbehrt jeder sachlichen
Grundlage und stellt eine schwerwiegende Unterstellung gegenüber dem
Unternehmen und seinen Verantwortlichen dar. Ich fordere Herrn
Abgeordneten Hafenecker ausdrücklich auf, derartige Aussagen künftig
zu unterlassen.

Besonders klar ist die Sachlage im Zusammenhang mit der von ihm
behaupteten „Luxusportierloge um acht Millionen Euro“. Diese
Darstellung ist nachweislich falsch. Das Thema wurde im Stiftungsrat
umfassend behandelt, die zugrundeliegenden Bau und
Sicherheitsmaßnahmen wurden transparent erläutert und von mir auch
öffentlich richtiggestellt. Die Vorgänge sind dem Stiftungsrat im
Detail bekannt; von „Luxus“ im Sinn der insinuierten Verschwendung
kann keine Rede sein.

Der ORF unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben, einer
vielschichtigen internen und externen Kontrolle und – aktuell – einer
Prüfung durch den Rechnungshof. Das Management des ORF ist jederzeit
bereit, alle relevanten Informationen den zuständigen Gremien und
Institutionen offenzulegen und in sachlicher Weise zu diskutieren.
Pauschale Schlagworte und Polemisierungen wie „Privilegienstadl“,
„Zwangssteuerzahler“, „Zwangseintrittsgeld“, „Abzocke“ oder der
Vorwurf „massiver Malversationen“ leisten einer faktenfreien
Skandalisierung Vorschub und können den wirtschaftlichen Ruf des ORF
und das Vertrauen von Publikum, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
sowie Vertragspartnern ernsthaft beschädigen.

Ich bin jederzeit gerne bereit, Herrn Abgeordneten Hafenecker die
Sachlage und die Faktenbasis zu den von ihm aufgeworfenen Punkten in
einem persönlichen Gespräch detailliert zu erläutern. Mein Ziel ist
es, auf Basis überprüfbarer Zahlen, Daten und Berichte Klarheit zu
schaffen und Missverständnisse auszuräumen. Sollten jedoch öffentlich
kreditschädigende oder ehrverletzende Behauptungen über den ORF oder
seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbreitet werden, werde ich
im Interesse des Unternehmens und seiner Beschäftigten
erforderlichenfalls auch rechtliche Schritte ergreifen.

Der ORF steht zu Transparenz, sorgfältigem Umgang mit
Beitragsgeldern und seiner Verantwortung als öffentlich rechtlicher
Rundfunk. Dazu gehört es selbstverständlich auch, sich Kritik zu
stellen. Ich erwarte mir aber, dass Kritik an unserem Haus auf Basis
von Fakten erfolgt und nicht durch unrichtige oder verzerrende
Darstellungen, die geeignet sind, dem ORF nachhaltig Schaden
zuzufügen.

Mit freundlichen Grüßen
Roland Weißmann