Onboarding Week Pädagogische Hochschule Salzburg: Gewählte Personalvertretung wird ausgeschlossen!

Wien/Salzburg (OTS) – Lehrpersonen, die mit Beginn des neuen
Schuljahres erstmalig
angestellt werden, sind verpflichtet an einer Onboarding Week an der
Pädagogischen Hochschule Salzburg teilzunehmen. Im Rahmen dieser
Willkommenswoche steht am ersten Tag das Kennenlernen des neuen
Arbeitgebers, der Bildungsdirektion Salzburg, vertreten durch Herrn
Bildungsdirektor HR Dipl.-Päd. Rudolf Mair und der Vorstellung von
wichtigen Partnerorganisationen am Programm.

Wichtiger Partner im Alltag der Lehrpersonen ist die gewählte
Personalvertretung. Schon am 30.04.2025 ersuchte diese deshalb bei
der Bildungsdirektion Salzburg um eine Einladung für die Onboarding
Week am Tag der Bildungsdirektion, dem 01.09.2025.

Mit größter Verwunderung erhielt die Personalvertretung am
09.05.2025 eine Absage durch die Bildungsdirektion. Als Grund wurden
zum Teil haltlose Behauptungen aufgestellt, die unter anderem einen
bereits pensionierten Personalvertreter betreffen. Die Behörde sprach
daher keine Einladung für eine Teilnahme der gewählten
Personalvertretung aus, da laut ihrer Ansicht die “angenehme und
wertschätzende Atmosphäre gefährdet wäre”.

Umso überraschender ist es, dass eine fraktionelle Gruppe, der
Christliche Lehrer:innenverein Salzburg (CLV), der bei der
Personalvertretungswahl im November 2024 unter 20% der Wählerstimmen
gefallen ist, augenscheinlich eine Einladung für den 01.09.2025
erhalten hatte und im Foyer der Pädagogischen Hochschule einen
Informationsstand betreiben durften.

„Offensichtlich werden Wahlergebnisse ignoriert und der
Bildungsdirektor sucht sich „seine“ Personalvertretung aus.
Vermutlich handelt es sich um die Gruppierung, die sich durch eine
unkritischere Haltung auszeichnet und weniger herausfordernde Fragen
aufwirft.“, äußert sich Christine Haslauer, Vorsitzende der
Personalvertretung beunruhigt.

„Ich fordere BM Christoph Wiederkehr auf, die Onboarding Week
nicht zu einer fraktionellen Werbeveranstaltung für ÖVP nahe
Gruppierungen verkommen zu lassen.“, schließt Toni Polivka,
Vorsitzender der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer:innen in
Salzburg und stellvertretender Vorsitzender der Parteifreien
Gewerkschafter:innen Österreichs.