Wien (OTS) – „Die gestern präsentierte Umgestaltung der Simmeringer
Hauptstraße
ist leider ein weiteres Beispiel dafür, wie die SPÖ-Neos-
Stadtregierung Bürgerbeteiligung versteht: intransparent, mit
Suggestivfragen und ohne echte Mitgestaltungsmöglichkeiten“,
kritisiert Luis William, Bezirksparteiobmann der Volkspartei
Simmering.
„Das war keine Bürgerbefragung, sondern ein Alibi-Verfahren. Wer
nur Fragen stellt, die ein gewünschtes Ergebnis bestätigen, betreibt
Augenwischerei und nicht Beteiligung. Viele Simmeringerinnen und
Simmeringer fühlen sich schlicht übergangen – und das zu Recht.
Bürgerbeteiligung bedeutet, die Menschen ernst zu nehmen, ihnen echte
Auswahlmöglichkeiten zu geben und Entscheidungen gemeinsam zu
entwickeln. Doch davon war hier keine Rede.“
Auch die inhaltliche Ausrichtung lässt aus Sicht der Wiener
Volkspartei zu wünschen übrig. Gemeinderätin Elisabeth Olischar,
Planungssprecherin der Wiener Volkspartei betont: „Sprühnebel, ein
paar Sitzgelegenheiten und etwas Begrünung – das sind seit Jahren die
Standardlösungen der Stadt. Was fehlt, ist ein umfassendes, kreatives
Gesamtkonzept, das wirklich innovative Antworten auf die
Herausforderungen des urbanen Raums gibt. Die Umgestaltung einer der
zentralen Straßen Simmerings hätte mehr verdient als diese Routine-
Planung.“
Besonders kritisch sieht Olischar den mangelnden
Informationsfluss: „Wir haben noch immer keine detaillierten
Unterlagen gesehen. Der zuständige Ausschuss im September wurde
bekanntlich abgesagt. So sieht keine transparente Stadtplanung aus.“
Die Wiener Volkspartei fordert daher echte Bürgerbeteiligung,
mehr Kreativität bei der Gestaltung und eine klare
Informationspolitik: „Simmering braucht Lösungen mit Zukunft, nicht
nur copy-paste-Maßnahmen aus anderen Projekten“, so William und
Olischar abschließend.