ÖZIV Bundesverband: Kein Grund zum Feiern am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen

Wien (OTS) – Jedes Jahr am 3. Dezember wird der Internationale Tag
der Menschen
mit Behinderungen begangen. Die Situation für Menschen mit
Behinderungen in Österreich ist nach Ansicht des ÖZIV Bundesverbands
aktuell jedoch besonders unerfreulich.

„Die schleppende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
wird derzeit durch zusätzliche Hürden erschwert“, erklärt Rudolf
Kravanja, Präsident des ÖZIV Bundesverbands. „ Der aktuelle Sparkurs
trifft die Gruppe der Menschen mit Behinderungen empfindlich: sowohl
durch Kürzungen finanzieller Unterstützungs-leistungen als auch durch
Einsparungen bei essenziellen Unterstützungs-angeboten. Dies macht es
Betroffenen zunehmend schwer, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.

Der ÖZIV Präsident betont die Ernsthaftigkeit der Situation:
“Sowohl auf Bundes- als auch auf Landes-Ebene führen die Einsparungen
dazu, dass die Lage für viele Betroffene wirklich dramatisch wird.”

Zwtl.: Arbeitsmarkt: Offensive Maßnahmen statt Einsparungen sind
nötig

Angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit, von der Menschen mit
Behinderungen überdurchschnittlich betroffen sind, hält der ÖZIV
Bundesverband die Einsparungen bei arbeitsmarktpolitischen
Unterstützungsangeboten für besonders schmerzhaft und
kontraproduktiv.

„ Aktuell wären offensive und zielgerichtete Maßnahmen dringend
erforderlich, statt bereits den nächsten Einsparungsschritt für 2027
zu planen “, fordert ÖZIV-Geschäftsführer Gernot Reinthaler. „ Die
Regierung setzt mit der ‚Aktion 55 Plus‘ einen wichtigen Fokus.
Angesichts der Lage ist es jedoch unverständlich, warum nicht
gleichzeitig eine ‚Aktion Arbeiten mit Behinderung‘ mit
entsprechender Mittelausstattung in Betracht gezogen wird.“
Reinthaler mahnt: „Wenn angesichts der aktuellen Budgetkrise die
Deckung des bestehenden Bedarfs nicht mehr oberstes Ziel ist, müssen
alle Alarmglocken läuten. Das positive Potenzial von Menschen mit
Behinderungen für den Arbeitsmarkt darf nicht übersehen werden. “

Zwtl.: Folgekosten vermeiden – Investition in die Zukunft

Präsident Kravanja und Geschäftsführer Reinthaler weisen zudem
auf die entstehenden Folgekosten hin, die durch den Wegfall von
Unterstützungsangeboten und eine höhere Zahl arbeitsloser Menschen
mit Behinderungen entstehen:

Höhere Ausgaben für soziale Sicherungssysteme.

Nachhaltige soziale Schäden durch geringere gesellschaftliche
Teilhabe.

„ Manchmal ist es einfach sinnvoll, Geld in die Hand zu nehmen,
um höhere Kosten und nachhaltige soziale Schäden zu vermeiden. Wir
appellieren eindringlich an die politischen
Entscheidungsträger:innen, diese Einsicht durchzusetzen und die
Unterstützung für Menschen mit Behinderungen zu sichern. “

Jede Spende hilft uns, Menschen mit Behinderungen zur Seite zu
stehen und ihre Rechte zu verteidigen. Helfen Sie uns, die notwendige
Unterstützung weiterhin zu gewährleisten!

Spendenkonto des ÖZIV Bundesverbands: IBAN: AT51 1100 0094 9332
4900; BIC: BKAUATWW; Verwendungszweck: Spende – Ihre Spende ist
steuerlich absetzbar (Registernummer SO 1518).

Zwtl.: Über den ÖZIV Bundesverband – Für Menschen mit Behinderungen

Der ÖZIV ist ein starker Behindertenverband, der seit 1962 aktiv
ist. Er fungiert als Dachverband für selbstständige
Mitgliedsorganisationen in den einzelnen Bundesländern. Der in Wien
ansässige Bundesverband versteht sich als zentrale
Interessenvertretung, die sich aktiv für die Umsetzung der UN-
Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzt
und inklusive Angebote schafft. Wir betreuen rund 22.000 Mitglieder
durch unsere Landes- und Bezirksorganisationen, deren Angebote dem
regionalen Bedarf angepasst sind. Mit unseren zentralen Angeboten wie
ÖZIV SUPPORT (Beratung und Coaching), der ÖZIV ARBEITSASSISTENZ
Niederösterreich und ÖZIV ACCESS setzt sich der Bundesverband für
eine wahrhaft inklusive Gesellschaft ein. Diese
Unterstützungsleistungen haben das Ziel, die Lebens- und
Arbeitsbedingungen von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu
verbessern.