ÖVP – Taborsky: Strafunmündige Intensivtäter werden jünger und brutaler – SPÖ und Neos müssen handeln

Wien (OTS) – Die Wiener Polizei verzeichnete im März 2026 einen
Rekordstand bei
Vergehen durch Teenager – mit besonderer Häufung in den Bezirken
Währing und Döbling. In Döbling wurde zuletzt eine Gruppe teils
strafunmündiger Intensivtäter ausgeforscht, die für eine Serie von
Überfällen und Einbrüchen verantwortlich ist. Besonders alarmierend:
Ein 13-Jähriger zündete im Mai während des laufenden Unterrichts
seine Schularbeit an und gefährdete damit Mitschüler und
Lehrpersonal.

„Ein syrischer Friseursalonbetreiber im 19. Bezirk, der selbst
politisch verfolgt wurde und sich hier eine Existenz aufgebaut hat,
wird regelmäßig überfallen – von Tätern, die laut Polizei großteils
syrische Staatsangehörige und strafunmündig sind. Er sagt selbst: Er
schäme sich für seine Landsleute. Das ist ein Hilfeschrei, den die
SPÖ-Neos-Stadtregierung ernst nehmen muss“, so Sicherheitssprecher
Gemeinderat Hannes Taborsky.

Zwtl.: Strafunmündigkeit wird gezielt ausgenutzt

Der Kern des Problems liegt in der geltenden Rechtslage: Wer das
vierzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist für Polizei und
Justiz faktisch nicht greifbar. Genau dieses Wissen nützen einzelne
Intensivtäter gezielt aus. 30 Prozent der ausgeforschten Täter werden
wieder freigelassen. „Die Polizei leistet gute Arbeit – sie findet
die Täter. Aber wenn das Rechtssystem dahinter nicht Schritt hält,
verpufft dieser Einsatz. Die Tendenz zu immer jüngeren Tätern, die
immer weniger Reue zeigen, muss uns alle alarmieren“, so Taborsky.

Zwtl.: ÖVP fordert Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters

Die von der SPÖ-Neos-Stadtregierung geplante Auszeit-WG mag im
Einzelfall sinnvoll sein – das strukturelle Problem löst eine
temporäre Anhaltung von wenigen Wochen allein nicht. „Es geht
ausdrücklich nicht darum, Kinder ins Gefängnis zu bringen. Es geht
darum, bei schweren Taten deutliche und altersgerechte Konsequenzen
zu ziehen und frühzeitig wirksame Interventionen zu ermöglichen.
Hinschauen statt wegschauen“, so Taborsky.

Die Wiener Volkspartei fordert daher die Justizministerin auf,
das Strafmündigkeitsalter bei schweren Delikten von vierzehn auf
zwölf Jahre herabzusetzen, sowie die zuständige Neos-Stadträtin,
geeignete Einrichtungen für strafunmündige Intensivtäter zu schaffen.