ÖVP – Korosec/Greco/Gorlitzer: Rechnungsabschluss 2025 offenbart Fehlentwicklungen im Ressort Soziales, Gesundheit und Sport

Wien (OTS) – „Der Rechnungsabschluss ist der ehrlichste Blick auf die
Politik
dieser SPÖ-Neos-Stadtregierung. Und dieser Blick zeigt: Es wurde mehr
Geld ausgegeben als geplant, deutlich mehr. Trotzdem sprechen wir
weiterhin über lange Wartezeiten, ungenutzte Operationssäle und
verschleppte Digitalisierungsprojekte“, so Gesundheitssprecherin
Gemeinderätin Ingrid Korosec.

Allein die Geschäftsgruppe Soziales, Gesundheit und Sport
überschritt den Voranschlag um 1,12 Milliarden Euro. „ Es mangelt
offenbar daran, dieses Budget so einzusetzen, dass am Ende auch eine
bessere Versorgung für die Wienerinnen und Wiener herauskommt“, so
Korosec.

Besonders kritisch sieht Korosec die Situation im Wiener
Gesundheitsverbund: „Während Menschen monatelang auf Operationen
warten, stehen viele Operationssäle ab Mittag leer. Gleichzeitig
kommt die Digitalisierung kaum voran. Die digitale Fieberkurve wurde
bereits 2021 angekündigt und ist bis heute nur auf wenigen Stationen
umgesetzt. Das ist nicht Digitalisierung. Das ist Stillstand.“

Auch Stadträtin Kasia Greco sieht im Rechnungsabschluss falsche
Prioritäten: „Sport ist Gesundheitsvorsorge, Prävention und
gesellschaftlicher Zusammenhalt. Jeder Euro, den wir in Bewegung
investieren, spart langfristig Gesundheitskosten. Umso wichtiger wäre
es, dass die Mittel tatsächlich bei den Vereinen, den Sportlerinnen
und Sportlern sowie der Sportinfrastruktur ankommen.“

Als Beispiel nennt Greco den Postsportplatz in Hernals: „Tausende
Mitglieder, Kinder und Jugendliche blicken mit Sorge auf die Zukunft
dieses Standorts. Bis heute gibt es keine erkennbare Lösung. Wer
Sport fördern will, darf nicht erst reagieren, wenn Sportstätten
verloren gehen.“

Gemeinderat Michael Gorlitzer kritisiert die fehlende Transparenz
im Gesundheitsbereich: „Auf wiederholte Nachfragen zu möglichen
Einschränkungen durch die Reduktion ärztlicher Überstunden gab es
keine klaren Antworten. Kein Plan, keine Folgenabschätzung und keine
Information darüber, welche Auswirkungen dies für die Patientinnen
und Patienten haben wird.“

Auch bei der Digitalisierung sieht Gorlitzer erheblichen
Aufholbedarf: „Pflegekräfte müssen vielfach noch immer doppelt
dokumentieren. Dadurch geht wertvolle Zeit verloren, die am
Patientenbett fehlt. Fünf Jahre nach der Ankündigung der digitalen
Fieberkurve ist das kein technisches Problem mehr, sondern ein
Führungsproblem.“

Korosec abschließend: „Wer Jahr für Jahr mehr Geld ausgibt und
trotzdem dieselben Probleme vor sich herschiebt, darf sich über
Kritik nicht wundern. Die Wienerinnen und Wiener haben Anspruch auf
die beste Gesundheitsversorgung.“