Wien (OTS) – Mit Unverständnis reagiert die Gesundheitssprecherin der
Wiener
Volkspartei, Gemeinderätin Ingrid Korosec, auf die bekannt gewordenen
Vorfälle im Haus Leopoldau. Bei 20 Bewohnern soll es über einen
längeren Zeitraum teilweise wiederholt zu einer falschen Medikation
gekommen sein. „Wir sprechen hier von älteren und pflegebedürftigen
Menschen, die in besonderem Maß auf eine sichere und verlässliche
Versorgung angewiesen sind. Dass es bei der Medikamentengabe über
einen längeren Zeitraum zu wiederholten Fehlern kommen konnte, darf
schlicht nicht passieren“, so Korosec.
Zwtl.: Kontrollmechanismen müssen auf den Prüfstand
Die angekündigte externe Untersuchung ist ein wichtiger und
richtiger Schritt. „Dass bereits erste Maßnahmen gesetzt wurden, ist
zu begrüßen. Jetzt braucht es eine lückenlose Aufklärung. Vor allem
muss geklärt werden, wie diese Vorfälle trotz bestehender Kontrollen
über einen längeren Zeitraum unentdeckt bleiben konnten. Auch die
internen Abläufe und Verantwortlichkeiten müssen dabei genau geprüft
werden“, fordert Korosec.
„Dass es den Betroffenen nach aktuellem Stand gesundheitlich gut
geht, ist erfreulich. Es darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, wie
ernst diese Vorfälle sind. Die Bewohner und ihre Angehörigen haben
ein Recht auf volle Transparenz. SPÖ-Stadtrat Hacker ist als
Präsident des Fonds Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser jetzt
gefordert, für eine rasche und vollständige Aufklärung zu sorgen und
sicherzustellen, dass die notwendigen Konsequenzen gezogen werden“,
so Korosec abschließend.