Straßburg (OTS) – „Nach langen und komplizierten Verhandlungen haben
wir nun ein
Ergebnis, dem das Verhandlungsteam des EU-Parlaments gerade eben
zugestimmt hat. Das Europaparlament konnte eine Verschlechterung des
Verbraucherschutzes im Flugverkehr verhindern – entgegen den Plänen
der meisten Mitgliedstaaten“, sagt Sophia Kircher, ÖVP-
Verkehrssprecherin im Europaparlament und stv. Vorsitzende des
Verkehrsausschusses, nach der heutigen Abstimmung über den Kompromiss
zur Reform der Flugpassagierrechte in der EU.
Sie skizziert: “Die bisherige Drei-Stunden-Grenze für
Entschädigungsansprüche bei Verspätungen bleibt bestehen. Die
Vorschläge der Europäischen Kommission und des Rats der
Mitgliedstaaten, diese Schwelle auf vier oder fünf Stunden anzuheben,
wurden nicht übernommen. Auch die bisherigen Entschädigungsbeträge
bleiben erhalten. Weiters muss das Handgepäck künftig transparent im
Ticketpreis ausgewiesen werden. Und Fluggesellschaften werden
verpflichtet, Passagiere aktiv über ihre Entschädigungsansprüche zu
informieren.”
„Mit der Einigung besteht – nach der formellen Annahme im Plenum
– endlich wieder Rechtssicherheit. Das ist wichtig für die vielen
tausenden europäischen Passagiere, die mit dem Flugzeug verreisen“,
schließt Kircher.