Wien (OTS) – Wie ein aktueller Bericht des ORF Wien zeigt, verzögert
sich die
dringend notwendige Sanierung der denkmalgeschützten Hermesvilla im
Lainzer Tiergarten erneut. Damit bleibt eines der bedeutendsten
historischen Bauwerke der Stadt weiterhin in einem baulich
problematischen Zustand.
Für die Kultursprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin
Judith Edelmann, ist diese Entwicklung nicht länger hinnehmbar: „Die
Hermesvilla ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes
Wiens. Dass ihre Sanierung seit Jahren immer wieder verschoben wird,
zeigt ein besorgniserregendes Maß an Untätigkeit im Umgang mit
historischen Kulturgütern“
Bereits vor mehr als einem Jahrzehnt habe der Stadtrechnungshof
auf den Sanierungsbedarf hingewiesen. „Wenn bekannte Mängel über so
lange Zeit nicht behoben werden, entstehen nicht nur höhere
Folgekosten, sondern auch ein reales Risiko für den dauerhaften
Erhalt dieses Denkmals“, warnt Edelmann.
Gerade angesichts der Bedeutung der Hermesvilla für die Wiener
Stadtgeschichte brauche es klare Prioritäten in der Kulturpolitik.
„Es reicht nicht, sich zum kulturellen Erbe zu bekennen – dieses
Bekenntnis muss sich auch in konkreten Entscheidungen und einer
gesicherten Finanzierung widerspiegeln“, betont die Kultursprecherin.
Edelmann fordert daher ein rasches und verbindliches Vorgehen
seitens der SPÖ-Neos-Stadtregierung: „Die Sanierung der Hermesvilla
muss endlich auf eine verlässliche Grundlage gestellt werden. Der
Erhalt historischer Bauwerke darf nicht weiter aufgeschoben werden –
er ist eine Verpflichtung gegenüber kommenden Generationen.“