Wien (OTS) – Die automatische Anpassung der Versicherungssumme auf
Basis des
Verbraucherpreisindex (VPI) bildet zwar die allgemeine Inflation ab,
spiegelt aber selten den tatsächlichen Wert von Immobilien und
Wohnungsinhalt wider. Besonders in der Eigenheimversicherung klafft
die Schere weit auseinander: Baupreise, Materialkosten und
Handwerkerleistungen entwickeln sich oft dynamischer als die
allgemeine Teuerung. Wer sich nur auf den VPI verlässt, riskiert,
dass die Summe im Ernstfall nicht ausreicht, um ein Gebäude in
vergleichbarer Qualität wiederherzustellen.
Zwtl.: Marktmechanismen bei Sachwerten oft unterschätzt
Noch komplexer ist die Situation bei der Haushaltsversicherung.
Hochwertige Sachwerte wie Antiquitäten, Schmuck, Gemälde oder
Edelmetalle folgen eigenen Marktmechanismen. Ihr Wert steigt durch
Seltenheit oder Sammlernachfrage oft deutlich stärker als die
durchschnittlichen Lebenshaltungskosten.
ÖVM-Vorstand Alexander Meixner stellt klar: „ Die Indexanpassung
allein ist kein Rundum-Sorglos-Paket. Da sich die Werte von
Vermögensgegenständen und Gebäuden laufend verändern, ersetzt die
bloße Inflationsanpassung niemals die regelmäßige fachliche
Evaluierung durch Experten. Nur so lassen sich unerwünschte
Deckungslücken vermeiden. “
Zwtl.: Regelmäßiger Check als Schutzschild
Der ÖVM empfiehlt Versicherungsnehmern daher dringend, ihre
Verträge insbesondere nach größeren Anschaffungen oder baulichen
Veränderungen gemeinsam mit einem Versicherungsmakler zu überprüfen.
Nur eine fachlich fundierte Analyse stellt sicher, dass die
Versicherungssumme tatsächlich dem aktuellen Wiederbeschaffungswert
entspricht und keine vermögensvernichtende Unterversicherung
entsteht.