Wien (OTS) – Der Österreichische Versicherungsmaklerring (ÖVM) sieht
für heuer
zentrale Entwicklungen am Versicherungsmarkt: Cyber-Versicherungen
zählen erneut zu den am stärksten wachsenden Sparten. Besonders
kleine und mittlere Unternehmen fragen modulare, flexible Lösungen
nach, ergänzt durch Risikoanalysen, Präventionsmaßnahmen und
professionelle Beratung. Die zunehmende Digitalisierung macht Cyber-
Sicherheit zu einem entscheidenden Faktor unternehmerischer
Stabilität.
Demgegenüber verschärft sich die Situation bei der Absicherung
von Klimarisiken. Hochwasser, Starkregen und andere Naturgefahren
sind – abhängig vom Risikostandort – immer schwerer oder gar nicht
mehr versicherbar. Vergangene Hochwasserkatastrophen haben zwar
breite Diskussionen ausgelöst, konkrete und nachhaltige Lösungen
blieben jedoch aus. In Österreich existiert kein planbares Modell zur
umfassenden Absicherung von Elementarschäden.
Andere europäische Länder wie Frankreich, Spanien oder Belgien
verfügen seit Jahren über kombinierte Systeme aus privater
Versicherung und staatlicher Absicherung. In Österreich kommt dem
Katastrophenfonds weiterhin eine zentrale Rolle zu, dessen
Ausgestaltung jedoch regelmäßig als wenig transparent und nur
eingeschränkt planbar kritisiert wird.
Versicherungsmakler bleiben insbesondere bei komplexen Risiken –
etwa Cyber, Gewerbe und Naturgefahren – ein wesentlicher
Stabilitätsfaktor. Mit rund 40 Prozent Marktanteil sind sie zentrale
Ansprechpartner für individuelle Risikoanalyse, Prävention und
nachhaltige Absicherung.
„ Je komplexer Risiken werden, desto wichtiger ist unabhängige
und qualitätsvolle Beratung“, erklärt ÖVM-Präsident Alexander
Gimborn. „Gerade bei Cyber-Risiken und Naturgefahren brauchen
Konsumentinnen und Unternehmen planbare Rahmenbedingungen und
professionelle Begleitung. “