Wien (OTS) – Die jüngst bekannt gewordenen Probleme des
Außenministeriums im
Bereich der IT-Sicherheit, von sensiblen Datenleaks hochrangiger
Mitarbeiter:innen bis hin zu möglichen Datenverlusten, überraschen
die Datenschutzorganisation epicenter.works nicht. „Wir weisen seit
Jahren auf gravierende Lücken in der österreichischen Cybersicherheit
hin. Diese Gefahren sind real, wie etwa auch der Hack der Kärntner
Landesregierung gezeigt hat. Staat und Privatwirtschaft sind
gleichermaßen betroffen“, so die NGO.
Ein zentrales Versäumnis sieht epicenter.works in der nicht
erfolgten Umsetzung der NIS2-Richtlinie . „Politische Interessen
wurden über sachliche Notwendigkeiten gestellt. Damit hat die
Bundesregierung eine große Chance verpasst , Österreichs digitale
Sicherheit entscheidend zu stärken“, kritisiert die Organisation.
epicenter.works fordert daher die Einrichtung einer unabhängigen
Cybersicherheitsbehörde , einen klaren Rechtsrahmen für
Sicherheitsforscher:innen und mehr Aufklärung der Bevölkerung .
„Cybersicherheit muss endlich politische Priorität bekommen – mit den
nötigen Ressourcen, um Staat, Wirtschaft und Gesellschaft wirksam zu
schützen“, so die NGO.