Wien (OTS) – Anlässlich des Österreichischen Überlastungstags am 2.
April fordert
die Umweltschutzorganisation Greenpeace einen umfassenden Kurswechsel
von der Bundesregierung. An diesem Tag hat Österreich rein
rechnerisch alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die innerhalb
eines Jahres erneuert werden können. Vom zuständigen Minister Norbert
Totschnig fordert Greenpeace umfassenden Bodenschutz, einen
ambitionierten Plan zur Wiederherstellung natürlicher Lebensräume
sowie einen klaren Ausstiegsplan für Öl und Gas.
Melanie Ebner, Greenpeace-Sprecherin: “Wenn die jährlich
verfügbaren natürlichen Ressourcen schon nach gerade einmal drei
Monaten verbraucht sind, ist das ein klares Warnsignal. Derzeit
verbauen wir zu viele wertvolle Böden, vergeuden Wasser und
verursachen zu hohe Treibhausgasemissionen. Das muss sich ändern.
Umweltminister Totschnig muss dringend den Bodenverbrauch begrenzen,
ein klares Ausstiegsdatum für Öl und Gas setzen und sich ernsthaft um
die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume kümmern. Damit schützen
wir nicht nur die Natur, sondern unsere Lebensgrundlage.”
Schon am 2. April sind rechnerisch jene natürlichen Ressourcen
aufgebraucht, die für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen.
Österreich hat einen enormen Ressourcenverbrauch, weltweit liegen wir
auf Platz 16. Das ist noch deutlich vor Ländern wie etwa Brasilien.
Würden alle Menschen so verschwenderisch leben wie wir, bräuchten wir
fast vier Erden. Der hohe Ressourcenverbrauch ist fatal: Zerstörte
Ökosysteme verringern die Artenvielfalt, während die Klimakrise den
Druck auf Landwirtschaft, Wasserversorgung und Gesundheit erhöht.
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