Wien (OTS) – Vor zwei Jahren holte Uliana Malanyak erstmals Gold für
Österreich
bei der Informatik Olympiade für junge Frauen (European Girls’
Olympiad in Informatics – EGOI). 2026 gab es gleich zwei Medaillen
beim Programmier-Wettbewerb im Mai in Cesenatico (Italien).
Schülerinnen aus aller Welt treten bei der EGOI an, um äußerst
schwierige Programmier-Aufgaben mit analytischem Geschick zu lösen.
Letizia Bräuer vom BRG Enns und Sophie Hauser von der HTL
Grieskirchen holten jeweils Bronze. Auch Catherine Gao (BRG
Polgargasse Wien 22) und Paula Roitmeier (Europagymnasium Linz Auhof)
überzeugten mit starken Leistungen.
Für die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG), von der die
Teilnehmerinnen intensiv vorbereitet und vor Ort betreut wurden, ist
dieser Erfolg richtungsweisend. „ Die Leistungsdichte unseres
weiblichen IT-Nachwuchses ist beeindruckend und lässt auch weitere
Erfolge hoffen “, betont OCG-Präsident Wilfried Seyruck, der Sophie
Hauser vergangene Woche persönlich zu EGOI-Bronze gratulierte.
Zwtl.: Top-Platzierung gegen internationale Konkurrenz
Die Europäische Informatik Olympiade für junge Frauen wird an
zwei Wettbewerbstagen ausgetragen. Insgesamt nahmen 250
Teilnehmerinnen aus 59 Ländern rund um den Globus daran teil. Als
„Europäisch“ wird die Olympiade bezeichnet, weil diese immer in einem
Europäischen Land ausgetragen wird. An den zwei Wettbewerbstagen
haben die jungen Frauen jeweils vier Aufgaben binnen 5 Stunden zu
lösen.
Sophie Hauser gelang es, an beiden Tagen mit der Höchstpunkzahl
bei der ersten Aufgabe zu starten. „ Schon die erste Aufgabe ist
extrem schwer, die vierte nahezu unlösbar “, erklärt Helmut
Achleitner, der gemeinsam mit Johann Fellner das österreichische Team
betreut hat. Tatsächlich konnte an beiden Tagen keine der
Teilnehmerinnen die vierte Aufgabe vollständig lösen.
Zwtl.: Intensive Vorbereitung für hervorragende Teamleistung
Umso höher sei der Erfolg der Österreicherinnen einzuordnen,
betont der ehemalige Mathematik-, Physik- und Informatik-Lehrer am
BRG Amstetten. „ Zwei Bronzemedaillen, eine davon knapp an Silber
vorbei und eine insgesamt hervorragende Teamleistung sind ein großer
Motivationsschub für die Olympiade nächstes Jahr in Braunschweig “,
freut sich Achleitner und hofft auf ähnlich gute Rahmenbedingungen
wie heuer. Vor dem perfekt organsierten und kulinarisch hervorragend
begleiteten Wettbewerb in Cesenatico konnte sich das österreichische
Team bei zwei Workshops an der TU Wien und in Kuchl sowie einer
Ausbildungswoche in Polen gemeinsam mit dem heimischen, dem deutsche
und schweizerischen Team intensiv vorbereiten.
Zwtl.: Nach der EGOI folgt Informatik-Studium
Die Begeisterung für die Informatik wurde Sophie Hauser in die
Wiege gelegt. Ihr Vater ist selbst in der IT tätig, beide Eltern
haben Sophies Talente und Interessen immer gefördert. Eine
Potenzialanalyse am Wifi hat sie darin bestärkt, die Informatik-HTL
in Grieskirchen zu besuchen. Die 18-Jährige möchte nach der Matura
Informatik studieren, zuvor will sie allerdings noch ein letztes Mal
bei der Informatik-Olympiade antreten: „ Ich glaube, dass noch mehr
möglich ist, wenn ich mich noch intensiver vorbereite. Zufrieden bin
ich jedenfalls, wenn ich im Wettbewerb einen guten Code schreibe. “
Zwtl.: Ermutigende Entwicklung
OCG-Präsident Seyruck sieht eine ermutigende Entwicklung in
Richtung eines höheren Frauenanteils in der IT: „ Es ist sehr
erfreulich, dass vier hochtalentierte junge Frauen Österreich bei der
Informatik-Olympiade vertreten haben. Höchst erfreulich ist, dass sie
zwei Bronze Medaillen mit nach Hause nehmen. Ich hoffe, das ermutigt
viele weitere Mädchen und junge Frauen, sich mit informatischen
Denksportaufgaben zu beschäftigen und die faszinierende Welt des
Programmierens für sich zu entdecken. “