Wien (OTS) – Der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) begrüßt die
Beschlussfassung der EU-Tierwohlverordnung als wichtigen Schritt im
Kampf gegen illegalen Welpenhandel. „Der illegale Handel mit Hunden
ist eines der größten Tierschutzprobleme unserer Zeit. Einheitliche
Regeln in der EU sind ein entscheidender Hebel, um hier wirksam
gegenzusteuern“, erklärt ÖKV-Präsident Philipp Ita. Die Verordnung
schafft dringend notwendige einheitliche Rahmenbedingungen innerhalb
Europas. Sämtliche beschlossenen Maßnahmen sind in Österreich und
innerhalb der ÖKV-Hundezucht bereits seit Jahren Standard. Dazu
zählen insbesondere klare Vorgaben zur Identifizierbarkeit von Hunden
sowie zur Nachvollziehbarkeit ihrer Herkunft, die Verantwortung in
Bezug auf Hundezucht und die hohen heimischen Tierschutzstandards.
„Für uns ist klar: Alles, was seriöse und verantwortungsvolle
Hundezucht ausmacht, wird im ÖKV gelebt. Daher sehen wir die neuen EU
-Regeln als wichtigen Schritt, um dieses Niveau europaweit zu
verankern“, erklärt ÖKV-Präsident Ita. Denn: “Die Tatsache, dass
nicht einmal 10 Prozent der Hunde in Österreich aus kontrollierten
ÖKV-Hundezuchten stammen, zeigt, wie viele Hunde mit ungeklärter
Herkunft unterwegs sind”, so Ita.
Zwtl.: Klare EU-Standards stärken Rückverfolgbarkeit und bekämpfen
unkontrollierte Hundevermehrung
Die heute beschlossene verpflichtende Kennzeichnung und
Registrierung von Tieren mittels Mikrochips stärkt die
Rückverfolgbarkeit und ist ein wirksames Instrument im Kampf gegen
illegalen Welpenhandel. Ebenso ist das klare Verbot von
Fehlentwicklungen in der Hundezucht ein zentrales Signal für mehr
Tierwohl. Sämtliche geplanten Maßnahmen gegen unkontrollierte
Tiervermehrung werden als wichtiger Schritt gesehen. Einheitliche
Mindeststandards in der EU tragen dazu bei, bestehende Schlupflöcher
zu schließen und den Schutz von Tieren nachhaltig zu verbessern, so
ÖKV-Präsident Ita.
„Seriöse Hundezucht geht Hand in Hand mit Verantwortung und
Tierwohl. Gesundheit, Wesen und Leistungsfähigkeit stehen für
verantwortungsvolle Hundezüchter im Mittelpunkt. Genau dafür steht
der ÖKV“, so Ita weiter. Gleichzeitig betont der ÖKV-Präsident die
Notwendigkeit einer praxisnahen Umsetzung: „Es braucht klare und
umsetzbare Regelungen. Wer die kontrollierte und seriöse Hundezucht
durch übermäßige Bürokratie schwächt, stärkt damit jene illegalen
Hundevermehrer, gegen die sich die Maßnahmen eigentlich richten
sollten.“ Der ÖKV wird sich als größter österreichischer
Hundedachverband in die nationale Ausgestaltung der EU-Vorgaben
einbringen.