Wien (OTS) – Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) fordert eine
rasche
Einigung über die Saisonniers-Kontingente für den Winter 2026/27 und
die unverzügliche Kundmachung der Verordnung. „Die Betriebe brauchen
jetzt Klarheit, nicht im Dezember. Arbeitsverträge, Unterkünfte und
Dienstpläne werden bereits vorbereitet“, betont ÖHV-Generalsekretär
Dr. Markus Gratzer.
Zwtl.: Saisonkräfte warten auf Zusagen
Nach Informationen der ÖHV verzögern SPÖ und Gewerkschaft eine
Einigung durch die Verknüpfung mit fachfremden Forderungen. „Die
Beschäftigung von Saisonkräften darf nicht zum Faustpfand für andere
politische Anliegen werden“, kritisiert Gratzer. Die Unsicherheit
trifft auch Mitarbeiter:innen, die in ihre bisherigen Betriebe
zurückkehren wollen. Sie müssen wissen, wann sie ihre Arbeit
aufnehmen, und ihre Anreise organisieren. Die Hotels wiederum müssen
rechtzeitig sicherstellen können, dass ihre Teams zum Saisonstart
vollständig sind.
Zwtl.: Kontingente mehrjährig festlegen
Bereits 2025 hatte die Bundesregierung angekündigt, die
Verordnung im September zu erlassen. Kundgemacht wurde sie
schließlich am 17. Oktober. Die ÖHV verlangt deshalb, die Kontingente
künftig mehrjährig festzulegen und regelmäßig an den tatsächlichen
Bedarf anzupassen. „Hotels arbeiten oft über mehrere Saisonen mit
denselben Mitarbeiter:innen zusammen. Eine verlässliche Regelung
würde beiden Seiten ermöglichen, frühzeitig verbindliche
Vereinbarungen zu treffen“, erklärt Gratzer. Auch das Westbalkan-
Kontingent muss langfristig abgesichert werden. Bei der für März 2027
vorgesehenen Evaluierung sollen der Bedarf an Saisonkräften und die
Erfahrungen bei der Besetzung der Plätze im Mittelpunkt stehen. Die
ÖHV fordert, die weitere Ausgestaltung so rechtzeitig festzulegen,
dass Hotels und Mitarbeiter:innen die folgenden Saisonen verlässlich
planen können.
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