Wien (OTS) – Die Österreichische Hotelvereinigung begrüßt die von
Staatssekretär
Sepp Schellhorn präsentierte Entbürokratisierungsoffensive
ausdrücklich. „Diese ersten 113 Reformen kommen aus dem Alltag der
Menschen und Unternehmen im Land, aus der Praxis. Ein großer Teil
deckt sich inhaltlich mit Vorschlägen von ÖHV-Mitgliedsbetrieben aus
der Initiative ‚Weniger Bürokratie‘. Dieser lebensnahe Zugang hat in
der Politik über Jahrzehnte gefehlt. Er muss auf jeden Fall
beibehalten und noch ausgebaut werden“, hält ÖHV-Präsident Walter
Veit fest.
Zwtl.: Konkrete Entlastung: Brandmeldeanlagen und Sicherheitsanlagen
Ein besonders anschauliches Beispiel für absurde Überregulierung
sind die Vorschriften für Prüf- und Dokumentationspflichten bei
Brandmeldeanlagen und Sicherheitsbeleuchtungen. „Die aktuellen
Regelungen haben viel Bürokratie zur Folge, ohne einen Funken mehr an
Sicherheit zu bieten“, so Veit. Betriebe müssen trotz
Wartungsverträgen mit Fachfirmen weitere Kontrollen durchführen samt
überbordender Dokumentation – obwohl die Wartungsunternehmen das
bereits abdecken. „Dieses Gesetz aus dem Jahre Schnee führt zu einem
großartigen Zusatzgeschäft für Hersteller und Sicherheitsfirmen und
vollkommen unnötigem Mehraufwand für alle anderen Unternehmen. Kommt
das weg, ist schon viel gewonnen.“ Der von der Regierung
aufgegriffene ÖHV-Vorschlag zielt darauf ab, bei laufenden
Wartungsverträgen mit zertifizierten Fachfirmen zusätzliche Prüfungen
deutlich zu reduzieren, ohne Abstriche bei der Sicherheit.
Zwtl.: So geht transparente Preisauszeichnung im digitalen Zeitalter!
Auch die aktuelle Regelung der Preisauszeichnung in Hotels ist
veraltet. Unklare Vorgaben zur Ortstaxe und die Pflicht, Zimmerpreise
im Eingangsbereich auf Papier auszuhängen, führen zu
Rechtsunsicherheit und unnötigem Aufwand. Das vorgelegte Reformpaket
spiegelt den ÖHV-Vorschlag, Preise – transparent und praktikabel –
digital via Website oder QR-Code auszuzeichnen. „Das entspricht dem
heutigen Buchungsverhalten, das reduziert Druck- und
Aktualisierungskosten“, führt Veit eine zweite von zahlreichen
Entlastungen für Hotels an. Touristische Betriebe würden überhaupt
von zahlreichen der geplanten Vereinfachungen profitieren, etwa der
digitalen Gästemeldung, Registerverknüpfungen und der Akzeptanz
englischsprachiger Dokumente.
Zwtl.: Rasche Umsetzung und nächster Entbürokratisierungsschub nötig
„Dass so viele Vorschläge aus der ÖHV-Initiative ‚Weniger
Bürokratie‘ in konkrete Regierungsprojekte einfließen, bestätigt ihre
hohe Praxisrelevanz“, bedankt sich Veit bei engagierten ÖHV-
Mitgliedern, die eine Vielzahl an Verbesserungsvorschlägen
eingebracht haben. Die Maßnahmen sollten rasch umgesetzt, weitere
Bürokratie-Hotspots beseitigt und neue überschießende Regularien
bereits im Keim erstickt werden. „Wir verstehen die
Entbürokratisierungsoffensive als Startschuss für ein gemeinsames
Großprojekt der Regierungsfraktionen, der Verwaltung, der Bevölkerung
und der Wirtschaft“, unterstreicht Veit: „Die ersten 113 Projekte
stehen in den Startlöchern. Bringen wir sie zum Laufen, es warten
noch Hunderte darauf, umgesetzt zu werden!“
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