Krems (OTS) – Der Vorschlag von NEOS und JUNOS, die Studiengebühren
von derzeit
363,36 Euro auf 700 Euro pro Semester nahezu zu verdoppeln und
gleichzeitig die erforderliche Mindeststudienleistung zu erhöhen,
geht an der Lebensrealität vieler Studierender vorbei. Besonders
betroffen wären jene, die neben ihrem Studium arbeiten und deshalb
mehr Zeit für ihren Abschluss benötigen.
„Wer neben dem Studium arbeitet, seinen Lebensunterhalt selbst
verdient und dadurch länger für seinen Abschluss braucht, darf nicht
auch noch finanziell bestraft werden. Studierende, die Studium, Beruf
und oft auch Familie miteinander vereinbaren, sind keine
Bummelstudenten – sie leisten jeden Tag enorm viel“ , betont
Maximilian Veichtlbauer, Vorsitzender der ÖH an der Universität für
Weiterbildung Krems.
Bevor überhaupt über höhere Gebühren nachgedacht werde, müsse
sichergestellt sein, dass Studium und Beruf tatsächlich miteinander
vereinbar sind. Dazu brauche es unter anderem planbare
Lehrveranstaltungen, flexible Studienmodelle und einen gesicherten
Zugang zu den notwendigen Kursen.
„Studiengebühren zu erhöhen ist der falsche Weg und wird von uns
klar abgelehnt. NEOS und JUNOS wollen jene zur Kasse bitten, die sich
neben ihrer Arbeit weiterbilden und zusätzliche Qualifikationen
erwerben. Wer Leistung ernst nimmt, muss diese Studierenden
unterstützen, statt ihnen neue Hürden in den Weg zu stellen“ , so
Veichtlbauer abschließend.