ÖH Uni Wien kritisiert Polizeieinsatz bei studentischem Protest vor Universität Wien.

Wien (OTS) – Am 08.10. fand vor dem Hauptgebäude der Universität Wien
eine
Kundgebung von Studierenden und autonomen Gruppen statt, die sich
unter anderem gegen die strategische Partnerschaft zwischen der
Universität Wien und der Hebrew University of Jerusalem (HUJI)
einsetzen. Dem Protest stand ein unverhältnismäßig großes
Polizeiaufgebot entgegen. Die Räumung erfolgte Berichten zufolge ohne
Ankündigung. Mehrere Personen wurden dabei festgenommen oder waren
polizeilicher Repression ausgesetzt.

„Wir verurteilen das Handeln der Universität Wien und der Polizei
aufs Schärfste. Statt Dialog mit Studierenden zu suchen, wird eine
Demonstration polizeilich geräumt. Dabei wurden Demonstrant_innen
unrechtmäßig und ohne vorherige Ankündigung festgenommen. Wir
fordern, dass sich die Universität Wien mit Anliegen von Studierenden
auseinandersetzt, anstatt sie festnehmen zu lassen.“ so Rahel Bucher,
zweite stellvertretende Vorsitzende der ÖH Uni Wien.

Die Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien fordert eine
lückenlose Aufklärung des Polizeieinsatzes und eine Stellungnahme des
Rektorats der Universität Wien, in der beantwortet wird, warum
willkürlich Kontrollen an Studierenden durchgeführt wurden und
hochschulexterne Personen des Gebäudes verwiesen wurden.

Die Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien steht in
Solidarität mit den von Repression betroffenen Studierenden &
Aktivist_innen und tritt für eine Universität ein, die Raum für
kritischen, solidarischen und gewaltfreien Dialog bietet. Das
erwarten wir auch von unserem Rektorat.