Wien (OTS) – „Was wir wirklich brauchen, sind deutlich höhere Steuern
auf
Millionenvermögen und Millionenerbschaften, um eine faire
Budgetsanierung zu gewährleisten“, fordert ÖGB
Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth nach der heutigen ORF-
Pressestunde. Dadurch können weitere finanzielle Einschnitte von
Arbeitnehmer:innen, Pensionist:innen, Arbeitslosen oder Familien
verhindert werden. Die Vermögendsten haben schließlich enorm von den
teuren Krisenmaßnahmen und dem damit gestützten Börsen- und
Immobilienboom profitiert, kritisiert die Chefökonomin.
„Wer das Budget nachhaltig sanieren will, muss endlich bei den
Millionenvermögen ansetzen, anstatt die breite Bevölkerung zur Kasse
zu bitten“, so Schuberth. Gerade in einer Phase schwachen Wachstums
ist es entscheidend, öffentliche Investitionen und Kaufkraft zu
sichern, statt den Druck auf Beschäftigte und Familien weiter zu
erhöhen.
Forderung: Superreiche müssen endlich zur Budgetsanierung
beitragen
Der ÖGB fordert daher, dass die Superreichen endlich zur
Budgetsanierung beitragen. Österreich zählt zu den wenigen Ländern
Europas ohne Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften.
Gleichzeitig tragen Arbeitnehmer:innen den Großteil des
Steueraufkommens. Die aktuelle Vermögensverteilung sei nicht nur
sozial ungerecht, sondern behindere auch eine nachhaltige
Haushaltskonsolidierung. „Eine gerechte Budgetsanierung kann nur
gelingen, wenn auch Millionärinnen und Millionäre einen angemessenen
Beitrag leisten“, betont Schuberth abschließend.
Der ÖGB fordert:
– eine gerechte Besteuerung von Millionenvermögen,
– die faire Besteuerung von Millionenerbschaften und
– einen angemessenen Beitrag der Vermögendsten zur Budgetsanierung.
Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich und setzt sich als
überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen,
faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.