Wien (OTS) – „Leistbares Wohnen darf kein Privileg sein. Eine
Mietpreisbremse muss
für alle Mieterinnen und Mieter gelten – unabhängig vom Vertrag“,
fordert ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth einmal mehr. Der
im Frühjahr beschlossene Mietenstopp sei zwar ein erster Schritt,
lasse insbesondere aber jene im privaten Bereich weiter ungeschützt.
„Private Mieten sind in den letzten 15 Jahren fast doppelt so
stark gestiegen wie die Inflation. Wer echte Entlastung will, darf
keine halben Sachen machen“, so Schuberth. Ein genereller
Mietpreisdeckel von maximal zwei Prozent sei notwendig, ebenso wie
mehr Mittel für den gemeinnützigen Wohnbau. Zudem wird ein Ende der
Befristungen gefordert.
Ausnahmen soll es für Privatpersonen geben dürfen. Befristungen
treiben die Preise – befristete Mietwohnungen sind dabei im Schnitt
um etwas mehr als 150 Euro teurer als unbefristete. Im privaten
Segment ist jeder zweite Vertrag befristet. Bei Neuverträgen sind
drei von vier befristetet. Der Preisdruck durch Befristungen muss
gestoppt werden.
Angesichts hoher Inflation und steigender Lebenshaltungskosten
drängt Schuberth auf rasches Handeln: „Energie, Lebensmittel und
Wohnen sind die größten Preistreiber. Die Regierung darf nicht länger
zögern.“