ÖGB Pfister zum Doppelbudget: Gewerkschaftsbund fordert drastische Erhöhung der Bankenabgabe

Wien (OTS) – Angesichts der gerade veröffentlichten Zahlen zu den
Rekordgewinnen
der österreichischen Banken im aktuellen Finanzstabilitätsbericht der
OeNB fordert der ÖGB eine deutliche Nachschärfung der Bankenabgabe.
„Die Banken erzielten 2025 das vierte Jahr in Folge zufallsbedingte
Rekordgewinne, während im Doppelbudget 2027/2028 ihr Beitrag zur
Budgetkonsolidierung nun sogar wieder sinken soll. Angesichts dieser
Zahlen muss die Bankenabgabe steigen und nicht sinken“, sagt Angela
Pfister, Leiterin des volkswirtschaftlichen Referats im ÖGB.

Rekordgewinne fließen vor allem in Dividenden – Sparer schauen
durch die Finger

Laut OeNB machten die Banken in den Jahren 2022 bis 2025 nach
Steuern insgesamt 45 Milliarden Euro Gewinn. Zieht man für jedes Jahr
den durchschnittlichen Jahresgewinn aus den Jahren 2015-2021 ab –
rund 5,7 Milliarden Euro – bleibt ein Übergewinn von satten 22
Milliarden Euro in diesem Zeitraum. Ein wichtiger Grund für diese
Rekordgewinne: Die Kreditzinsen wurden 2022 sofort angehoben, die
Sparzinsen viel zu zögerlich – die Differenz steckten sich die Banken
ein.

„2025 wurden über 3,1 Milliarden Euro an Dividenden
ausgeschüttet, anstatt den Haushalten faire Zinsen fürs Sparbuch
anzubieten“, kritisiert Pfister.

Klare Forderung für das Doppelbudget 2027/2028: Bankenabgabe
erhöhen

Für das Doppelbudget 2027/2028 fordert der ÖGB, die Bankenabgabe
nicht nur zu verlängern, sondern deutlich anzuheben. „Wir spüren
immer noch die budgetären Folgen von Covid- und Teuerungskrise und
die nächste Energiekrise steht vor der Tür. Währenddessen feierten
die Banken einen Rekord nach dem anderen, ohne nennenswert zur
Budgetkonsolidierung beizutragen – das muss sich ändern“, so Pfister
abschließend.