ÖCV fordert rasche Umsetzung des Wehrdienstmodells „Österreich PLUS“

Wien (OTS) – “Ein leistungsfähiges Bundesheer ist keine abstrakte
Frage mehr,
sondern Voraussetzung für die Sicherheit unseres Landes”, erklärt ÖCV
-Präsident Andre Stecher. Mit Blick auf die grundlegend veränderte
sicherheitspolitische Lage in Europa sei es dringendes Gebot der
Stunde, die Frage der Wehrpflicht und der personellen
Einsatzfähigkeit des Österreichisches Bundesheers ernsthaft zu
behandeln.

Die ÖCV-Generalversammlung hat am vergangenen Wochenende in
Innsbruck eine Resolution zur “Stärkung der österreichischen
Landesverteidigung” beschlossen, in welcher sie die Bundesregierung
auffordert, das von Experten erarbeitete Wehrdienstmodell “Österreich
PLUS” so rasch wie möglich umzusetzen. Die Resolution unterstützt das
von der Wehrdienstkommission vorgeschlagene Modell mit acht Monaten
Grundwehrdienst sowie verpflichtenden Milizübungen. Ziel sei eine
nachhaltige Verbesserung der Einsatzbereitschaft des Bundesheeres und
eine stärkere Einbindung der Miliz.

Der ÖCV verweist darauf, dass moderne Ausrüstung allein nicht
ausreiche. „Das beste Gerät bringt wenig, wenn nicht genügend gut
ausgebildete Menschen vorhanden sind, die es im Ernstfall bedienen
können“, so Präsident Stecher. Außerdem zeigt sich der ÖCV
grundsätzlich offen gegenüber einer zukünftigen geschlechtsneutralen
Ausgestaltung der Wehrpflicht, betont jedoch, dass zunächst die
Konsolidierung und Stärkung des bestehenden Systems im Vordergrund
stehen müsse.

Als größter Akademikerverband Österreichs ist diese Resolution
für den ÖCV von besonderer Bedeutung, weil Sicherheitspolitik wieder
zu einer zentralen Zukunftsfrage Österreichs geworden ist und man
sich daher aktiv und sachlich in wichtige gesellschafts- und
sicherheitspolitische Debatten einbringen muss.